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Initiative „Lebenswertes Haan“: „Wir haben etwas erreicht“

Initiative „Lebenswertes Haan“: „Wir haben etwas erreicht“

Initiative „Lebenswertes Haan“ sieht erste Erfolge und will mit einem neuen Vorstand noch mehr Bürger ins Boot holen.

Haan. Optimistisch blickt die „Bürgerinitiative Lebenswertes Haan“ wieder in die Zukunft. Nach dem plötzlichen Ausscheiden von Wolfgang Platte als Vorsitzender des Vereins wurde zunächst ein komplett neuer Vorstand gewählt, dann über die weitere Ausrichtung diskutiert.

Mehr als zwei Stunden lang saßen die 20 Mitglieder zusammen. Sie beschlossen zunächst einstimmig, dass neben den drei hauptverantwortlichen Vorstandsmitgliedern noch zusätzlich vier Beisitzer gewählt werden sollen. Und genauso einstimmig ging es in der Folge weiter. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Stefan Zillgens gewählt, Achim Metzger unterstützt ihn als 2. Vorsitzender. Kassenwart bleibt weiterhin Dieter Terjung.

„Ohne unseren Einsatz hätte es längst einen negativen Beschluss in Sachen Straßentausch gegeben“, nannte Zillgens einen der bisherigen Erfolge der Initiative, die ihren Ursprung in der Wohnsiedlung rund um Ittertalstraße, Turnstraße und Martin-Luther-Straße hat, wo Stadt und Kreis zwei Straßen tauschen wollen. „Der Landrat hätte ohne uns wohl auch nicht vorgeschlagen, die Martin-Luther-Straße als Tempo-40-Zone auszuweisen.“ Zillgens fand: „Wir haben also etwas erreicht.“

Einig waren sich die Mitglieder darin, dass sie nicht als Konzeptgeber fungieren wollen. Dafür gebe es andere Personen in entsprechend verantwortlichen Positionen. „Wir wollen Fakten und Informationen liefern, Gutachten vorlegen und mit Fachleuten zusammenarbeiten. Anschließend geht es dann darum, mit den Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten“, sagte Zillgens. Mit der CDU stehe man bereits in aussichtsreichen Gesprächen, ein Entgegenkommen und Interesse für die eigenen Anliegen seien durchaus erkennbar.

Kurzfristig soll auch die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden. Dazu gehört neben einem überarbeiteten Internetauftritt auch eine Umgestaltung der eigenen Informationsmaterialien. Das Programm soll verständlicher formuliert und jedem Bürger zugänglich sein, eine einheitliche Sprachregelung wird angestrebt.

Brigitte Koschinsky schlug darüber hinaus vor, auf den Flyern künftig direkt die Möglichkeit anzubieten, eine Beitrittserklärung auszufüllen. So sollen noch mehr Mitglieder für die eigene Sache gewonnen werden, speziell die vielen interessierten Anwohner der Königgrätzer Straße gelte es, mit ins Boot zu holen.

Gesprochen wurde im Laufe des Abends auch über den künftigen Umgang mit der Solinger Initiative „Rettet das Ittertal“, die sich gegen die weitere Ansiedlung von Gewerbegebieten stemmt. „Wir sollten dieses Thema durchaus inpetto haben, die Menschen allerdings nicht direkt mit zu vielen Informationen überfordern“, sagte Hans-Jürgen Wolf. Peter Schniewind mahnte hingegen an, das Gesamtkonzept stets im Auge zu behalten. Das eine hänge mit dem anderen schließlich schon zusammen. Die Mitglieder einigten sich am Ende darauf, dass eine Internetverlinkung eingerichtet wird, an den Ständen allerdings keine Flyer der Solinger Initiative ausgeteilt werden.