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Hoffeldstraße: Bauarbeiten sind im Zeitplan

Hoffeldstraße: Bauarbeiten sind im Zeitplan

An der Hoffeldstraße werden derzeit Fußwege und der löchrige Straßenbelag erneuert.

Hilden. Bürgersteige werden neu gepflastert, ein neuer Straßenbelag verdrängt die Schlaglöcher — die Sanierung der Hoffeldstraße geht in die nächste Phase. Seit rund zwei Monaten arbeiten die Tiefbauer der Firma Amand aus Ratingen die Straße unter den Alleebäumen auf — und liegen laut städtischem Tiefbauamt im Zeitplan.

„Wir mussten den Auftrag neu ausschreiben“, sagt Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann. Das zuvor beauftragte Unternehmen Waldhoff aus Velbert war Anfang des Jahres zahlungsunfähig geworden, hatte die Arbeiten plötzlich eingestellt.

„Wir haben immer noch Schadenersatzforderungen und behalten Geld ein, das für den Bauunternehmer bestimmt war“, sagt Harald Mittmann. Damit könne die Stadt Hilden ausgleichen, dass die Arbeiten jetzt teurer als geplant werden.

Amand gehe jetzt den Abschnitt von der Bogen- zur Berliner Straße an, erläutert Mittmann weiter. Bis zum Herbst sollen Gehsteige und die Fahrbahn fertig sein.

Die Baumscheiben der Platanen würden vergrößert, damit die Wurzeln der alten Bäume mehr Platz haben. Dass dadurch Parkplätze wegfallen, bestätigt der Chef des Tiefbauamtes: „Die genaue Zahl weiß ich nicht. Es sind aber so wenig wie möglich.“

Den großen Umbau nutzt die Stadt, um die Kanalsanierung voranzubringen. Alle Grundstückseigentümer hätten die Ergebnisse einer Kamera-Überprüfung bekommen, sagt Harald Mittmann. Undichte Kanäle könnten durch einen Inliner, eine Art Schlauch, ausgekleidet werden. Wer die Rohre austauschen lassen wolle, könne das mit den Straßenarbeiten koordinieren und dadurch Geld sparen. „Wir haben eine sehr intensive Beratungssituation mit den Eigentümern“, sagt Mittmann.

Anwohner der Hoffeldstraße hatten die Stadt in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, weil die geforderten Kanalreparaturen teuer sind — rund 2000 Euro für jeden Anschluss sei demnach der durchschnittliche Wert.

Die Kanalsanierung ist durch Gesetze vorgeschrieben und muss normalerweise bis 2015 abgeschlossen sein. Im Planungsausschuss fragte die Fraktion der Bürger-Aktion/Freien Christdemokraten (BA/CDf) an, ob die Stadtverwaltung eine Möglichkeit habe, diese Frist zu verlängern. Denn nach Landesrecht könne in bestimmten Fällen der Termin bis 2023 herausgeschoben werden, so die Meinung der Fraktion.

Bis Ende des Jahres soll an der Hoffeldstraße alles fertig sein. „Wir hoffen, dass wir dann für Jahrzehnte einigermaßen Ruhe haben“, sagt Tiefbauer Harald Mittmann.