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Hildens Verwaltung findet immer seltener qualifiziertes Personal

Hildens Verwaltung findet immer seltener qualifiziertes Personal

Befristung macht es der Stadt schwer, Stellen zu besetzen.

Hilden. Die Stadtverwaltung hat jetzt dem Jugendhilfeausschuss den aktuellen „Bericht zu den Hilfen zur Erziehung“ vorgelegt. Darin zeigt sie auf, welche Unterstützung es für Familien in Hilden gibt und wie intensiv sie genutzt werden. Allerdings scheint es den Beteiligten immer schwerer zu fallen, diese Hilfen in einigen Bereichen sicher zu stellen. Denn es gibt laut Bericht einen „sich zuspitzenden Fachkräftemangel“. Wie zum Beispiel im Allgemeinen Sozialen Dienst. Aktuell, so führte Sozialdezernent Sönke Eichner aus, gehe es um zweieinhalb Stellen, die mit einer Befristung versehen sind. „Es wird immer schwerer, dafür Personal zu bekommen“, so Eichner. Das Problem: „Aufgrund der Befristung bewerben sich in der Regel keine berufserfahrenen Kräfte.“ Der Einarbeitungsaufwand sei dadurch „deutlich gestiegen“. In anderen Städten seien derlei Stellen nicht befristet. Eichner: „Wir würden mit einer Entfristung einen großen Schritt weiterkommen.“

An einer weiteren, sehr ähnlichen Diskussion zeigt sich jedoch auch, um welche Folgen es dabei geht: Im Personalausschuss sprach sich jetzt eine politische Mehrheit gegen die Entfristung dreier Stellen im Familienbüro, dem „Stellwerk“, aus. Die Befürchtung: Bislang werden diese Stellen mit Geld vom Land finanziert. Fällt dieser Zuschuss weg, müsste sie die Stadt weiter bezahlen. Das belastet zum einen den kommunalen Etat. Zum anderen aber „sehe ich hier erst mal Land und Bund in der Pflicht“, sagt Eichner. Schließlich erfülle die Stadt Aufgaben, die Bund und Land an die Stadt übertragen haben. Die Grünen wollen sich damit nicht abfinden. Sie hatten im Personalausschuss den Antrag auf Entfristung gestellt. Seit 2012 hätten die Mitarbeiter mindestens fünf Vertragsverlängerungen, aber keine Festanstellung erhalten. Die Finanzierungszusage für die drei Stellen im „Stellwerk“ gilt bis 2021. Müssten sie ihre Arbeit 2021 beenden, „würden Erfahrungen von fünf Jahren verlorengehen“, sagt die Fraktionsgeschäftsführerin Martina Köster-Flashar. arue