Erneuerbare Energien in Hilden und Haan Zahl der Photovoltaik-Anlagen steigt deutlich

Hilden · Ende 2023 gab es in Hilden 1079 PV-Anlagen – das entspricht einer Größe von elf Fußballfeldern.

Immer mehr Hausbesitzer setzen auf Strom aus Sonnenlicht. Auch die Dächer vieler Firmengebäude werden mit Solarpaneelen bestückt.

Immer mehr Hausbesitzer setzen auf Strom aus Sonnenlicht. Auch die Dächer vieler Firmengebäude werden mit Solarpaneelen bestückt.

Foto: dpa/dpa, Patrick Pleul

(elk) Die Menschen in Hilden setzen mehr auf die Energiegewinnung durch Photovoltaik als der durchschnittliche Bundesbürger. Dies zeigt sich laut einer Erhebung von Selfmade Energy, einem Vergleichsportal für Solaranlagen. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres seien, so teilt das Portal mit, in der Itterstadt 77 Anlagen neu aufgebaut worden. Dies entsprach einem Zuwachs von 7,7 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Deutschlandweit war im selben Zeitraum ein Anstieg um 7 Prozent zu beobachten.

Insgesamt kommt Hilden auf 1079 Photovoltaik-Anlagen. Diese Zahl entspricht der Größe von elf Fußballfeldern. Die installierte Leistung liegt damit bei 17 Megawatt. Das Ranking stellt für Hilden die vergangenen sechs Jahre dar. 2018 wurden 419 Anlagen gezählt. Ihre Zahl stieg im Anschluss Jahr für Jahr um Werte zwischen 10 und 20 Prozent, ehe der Sprung von 2022 zu 2023 besonders stark ausfiel: 1079 statt zuvor 751 Anlagen bedeuten einen Zuwachs um 43,7 Prozent. Selfmade Energy bezog sich in seinem Ranking auf das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Noch deutlicher fiel der Zuwachs in Haan aus. Aus 490 Anlagen Ende des Jahres 2022 wurden binnen zwölf Monaten 761 – dies bedeutet einen Anstieg um 55,3 Prozent. Tatsächlich waren in der Gartenstadt die Zuwachsraten in den vergangenen Jahren noch deutlicher als in Hilden. Sie lagen in der Regel zwischen 17 und 30 Prozent.

Deutschlandweit ließ der Anstieg im letzten Quartal nach

Auch wenn der Anstieg deutschlandweit im vergangenen Jahr deutlich war, ließ er im letzten Quartal des Jahres doch spürbar nach. Tim Rosengart, Geschäftsführer von Selfmade Energy, begründet das mit der Hoffnung vieler Hausbesitzer auf eine zweiten Runde des Programms „Solarstrom für Elektroautos“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Tatsächlich wird es diese Runde wegen des desolaten Bundeshaushaltes nicht geben.

In Hilden jedenfalls sind es nicht nur private Hausbesitzer, die das Thema vorantreiben. So wurden zum Beispiel im Herbst vergangenen Jahres auf dem Dach des Area 51, dem Jugendzentrum an der Furtwänglerstraße, 140 Photovoltaik-Module installiert. Umgesetzt wurde die Maßnahme durch das Amt für Gebäudewirtschaft in Kooperation mit einer Tochterfirma der Stadtwerke Hilden, der Neue Energie Hilden (NEH). „Mit Sonnenenergie können wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, unseren eigenen Strom erzeugen und damit Kosten sparen“, sagte Peter Palitza, Leiter des Amtes. Die Kosteneinsparungen bei der Energienutzung würden die jährliche Pacht für die Anlagen mehr als kompensieren, teilt er mit.

Neben dem Area 51 sollen zehn weitere Gebäude in Händen der Stadt auf diese Weise aufgerüstet werden. Der Rat hatte dies mit einer entsprechenden Entscheidung im Jahr 2022 auf den Weg gebracht.

(elk)
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