Erneuter Vorfall in Hilden Unbekannte klauen erneut Bronzefigur von Grab

Hilden · Eine rund 1000 Euro teure Bronzeskulptur ist von einem Grab auf dem Hildener Hauptfriedhof verschwunden. Das ist nicht der erste Fall dieser Art. Die Stadt reagiert.

 Diese Bronzefigur haben Unbekannte gestohlen.

Diese Bronzefigur haben Unbekannte gestohlen.

Foto: Familie

(tobi) Die Hinterbliebenen sind fassungslos: Von einem Grab auf dem Hauptfriedhof an der Kirchhofstraße ist eine bronzene Marienfigur gestohlen worden. Bei Facebook bitten sie um Hilfe und rufen Zeugen auf, sich bei der Polizei zu melden.

Eine Polizeisprecherin bestätigt den Vorfall und gibt als Tatzeitraum Samstag, 30. März, 12 Uhr, bis Montag, 31. März, 12 Uhr, an. „Die Bronzestatue hat einen Wert von rund 1000 Euro“, sagt sie. Das Grab, von dem die fest am Grabstein befestigte Skulptur gestohlen wurde, liege relativ nah am Friedhofszugang am Feuerwehrhaus.

Diese Marienfigur ist Anfang des Jahres gestohlen worden.

Diese Marienfigur ist Anfang des Jahres gestohlen worden.

Foto: Polizei

Dieser Fall ist nicht der erste, den die Polizei in Hilden aufgenommen hat. Anfang des Jahres haben Unbekannte eine rund 1,80 Meter große Marienstatue von einem Familiengrab auf dem Hauptfriedhof gestohlen. Die Beamten grenzen den Tatzeitraum auf die Wochen zwischen dem 1. und dem 25. Januar ein. Das damals betroffene Grab befindet sich rund 50 Meter entfernt vom Haupteingang an einem der Hauptwege. „In den circa zwei Meter hohen und drei Meter breiten Grabstein aus Granit ist eine Marienskulptur aus Metall integriert, welche circa 180 Zentimeter groß ist“, erklärte ein Polizeisprecher damals. Die Skulptur müsse abmontiert worden sein. Ob der Diebstahl der Marienfigur in Tatzusammenhang zu einem gestohlenen Jesus-Korpus von einem Wegekreuz am Sonntag, 28. Januar, in Langenfeld stehe, war damals unklar. Ein Zusammenhang konnte bis heute nicht hergestellt werden. Bei dem aktuellen Diebstahl und dem im Januar gehen die Beamten laut der Sprecherin von derselben Tätergruppe aus.

Die Marienstatue, die im Januar entwendet wurde, sei bis heute nicht aufgetaucht. Es hätten sich auch keine neuen Hinweise auf den Verbleib oder die Täter ergeben, erklärt eine Polizeisprecherin. Eine Diebstahlswelle von Metallfiguren erkennen die Beamten aktuell jedoch nicht. Immer wieder komme es jedoch zum Diebstahl von Blumengestecken. Zuletzt konnte ein solches Gesteck jedoch mittels GPS-Ortung wiedergefunden werden.

Einen Tipp für Hinterbliebene, die ihre Skulpturen auf dem Friedhof schützen möchten, hat die Sprecherin nicht parat. Sie bittet darum, als Friedhofsbesucher wachsam zu sein und im Zweifel lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Polizei zu rufen, wenn beispielsweise ein unbekanntes Auto über die Wege fährt.

Nicht nur in Hilden werden Figuren von Friedhöfen gestohlen. Die Polizei in Dormagen im Rhein-Kreis Neuss hat in dieser Woche ebenfalls einen Zeugenaufruf in dieser Sache gestartet: „Die Kriminalpolizei in Dormagen ermittelt aktuell in drei Fällen wegen des Diebstahls von Heiligenfiguren auf dem Friedhof an der Mathias-Giesen-Straße in Dormagen-Horrem. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Figuren in der Zeit von Sonntag, 31. März, bis Montag, 8. April zum Teil von den Grabsteinen abmontiert und anschließend entwendet.“

Die Stadt Hilden hat auf die Diebstähle reagiert: „Die Bronzefigur „Die Trauernde“ war so groß und schwer, dass diese wahrscheinlich direkt am Grabmal auf dem Friedhof auf ein Fahrzeug aufgeladen und abtransportiert wurde. Daher haben wir uns dazu entschieden, bis auf Weiteres die Zufahrten zu schließen“, bedauert Torsten Rekindt, Leiter des Zentralen Bauhofs und verantwortlich für die Friedhöfe. Daher werden ab sofort die Zufahrten zum Hauptfriedhof zum Dienstschluss der Friedhofsverwaltung geschlossen. Ein Befahren des Friedhofes sei bei verschlossenem Eingangstor dann nicht mehr möglich. Dies umfasst auch die Personen, denen die Zufahrt aus besonderen Gründen von der Friedhofsverwaltung gestattet wurde. Die Zugänge zu Fuß über die Kirchhofstraße, die Pungshausstraße sowie der Straße Am Feuerwehrhaus bleiben wie gewohnt geöffnet, hieß es weiter.

(tobi)
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