Klinik in Hilden scheint gerettet „Wir sind unendlich froh“

Hilden · Erleichtert reagieren Politiker auf die Nachricht, dass das Hildener Krankenhaus vor der Rettung steht.

Tausende Menschen gingen am 7. Oktober für den Erhalt des Hildener Krankenhauses auf die Straße.

Tausende Menschen gingen am 7. Oktober für den Erhalt des Hildener Krankenhauses auf die Straße.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

(tobi) Nachdem sich Hildens Bürgermeister Claus Pommer bereits am Mittwochabend erleichtert über die Entwicklungen rund um das St.-Josefs-Krankenhaus in Hilden gezeigt hat, haben sich jetzt auch Landrat, Landtagsabgeordnete und Hildens Bundestagsabgeordneter Klaus Wiener zu Wort gemeldet. Die „Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe“ (GFO) prüft, ob die Kliniken in Langenfeld und Hilden zu einem Krankenhaus an zwei Standorten fusionieren können.

„Für das Krankenhaus in Hilden scheint ein Investor gefunden zu sein. Einige Details sind zwar noch zu klären, vieles deutet aber auf eine Lösung hin. Mein Dank gilt Gesundheitsminister Laumann, der sich hier persönlich engagiert hat“, erklärte CDU-Politiker Wiener in Berlin. Um ein weiteres Krankenhausterben in NRW zu verhindern, müsse Bundesgesundheitsminister Lauterbach dafür sorgen, dass den Krankenhäusern in der aktuell schwierigen Phase rasant steigender Kosten die Liquidität zur Verfügung gestellt werde, die sie bräuchten, bis die geplante Krankenhausreform greife. „Mit dem Vorschaltgesetz, das wir als Union im September in den Bundestag eingebracht haben, wäre diese Hilfe möglich, auch für das Krankenhaus in Haan. Leider hat die Regierung den Antrag abgelehnt.“

Großer Dank geht an NRW-Gesundheitsminister Laumann

„Wir sind unendlich froh, dass die Landesregierung eine Rettung für das Hildener St. Josefs-Krankenhaus organisiert hat. Unser großer Dank gilt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der sich höchst persönlich in die Vermittlung der neuen Trägerschaft eingebracht hat“, erklären die Landtagsabgeordneten von CDU und Grünen im Kreis Mettmann. Jan Heinisch, Claudia Schlottmann, Christian Untrieser, Martin Sträßer (alle CDU) sowie Ina Besche-Krastl (Grüne) hätten in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt, an der Anhörung der Krankenhausträger im Gesundheitsministerium teilgenommen und sich ebenfalls um eine Lösung für die Krankenhaussituation eingesetzt.

„Die Ankündigung der Krankenhausschließung durch die Kplus-Gruppe kam zur absoluten Unzeit und hat das Personal, aber auch die Patientenschaft, und die Bevölkerung massiv verunsichert. Das hat man auch an der großen Beteiligung gesehen, die bei den Demonstrationen in Hilden und Haan zu verzeichnen war. Die Übernahme des Hildener Hauses durch GFO kann dieses Vertrauen wiederherstellen.“ Die Abgeordneten betonen, sich weiter nach Kräften in die Klärung einer Perspektive auch für das Haaner Haus einzubringen. „Ob dies ein Krankenhaus in klassischer Form oder eine solide, ortsnahe Gesundheitsversorgung in neuem Gewand sein wird, muss der weitere Prozess zeigen.“

Landrat Thomas Hendele ist ebenfalls erleichtert: „Dass die Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO) gemeinsam mit der Kplus-Gruppe ein Konzept prüft, das dem Krankenhausstandort Hilden eine Perspektive eröffnet, erleichtert mich ungemein. Das ist eine gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger und für die medizinische Versorgung im südlichen Kreisgebiet. Ich denke, damit haben wir endlich Grund, wieder optimistisch in die Zukunft zu blicken.“ Große Anerkennung und großen Dank verdienen in seinen Augen die vielen Tausend Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr öffentliches Eintreten zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben. „Für den Krankenhausstandort Haan zeichnet sich aktuell zwar noch keine Lösung ab, ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich auch hier noch positive Entwicklungen ergeben. Wir werden hierzu kurzfristig weitere Gespräche mit dem Ministerium und allen Beteiligten führen.“

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