Kultur in Hilden Der Itterbühne droht die Obdachlosigkeit

Hilden · Die Itterbühne begeistert mit ihren Komödien das Publikum. Die Theatergruppe muss nun das Lager für ihre Requisiten räumen.

 Carolin Kruppa hofft darauf, dass die Itterbühne schnell ein neues Lager findet.

Carolin Kruppa hofft darauf, dass die Itterbühne schnell ein neues Lager findet.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Mit der Komödie „Der Omatrick“ begeisterte die Itterbühne Anfang Oktober das Publikum. Lachen durfte das Publikum bei vier Vorstellungen in Hilden. Lachen konnte Regisseurin Carolin Kruppa damals vermutlich nicht immer, denn die Vorbereitungen waren stressig und zudem deutete sich ausgerechnet in dieser heißen Phase bereits an, dass die Laienspielgruppe ihr Lager verlieren könnte.

Ende November bestätigte sich diese Befürchtung. Die Itterbühne muss ihren Lagerraum zum Jahreswechsel räumen, hat jedoch noch keine Alternative in Sicht. Kulissen und Requisiten müssen raus. Kruppa: „Bei der Stadt habe ich nachgefragt, jedoch ist hier aktuell nicht zu erwarten, dass sich ein Raum findet, da das Netzwerk der Kulturschaffenden noch im Aufbau ist.“

Tatsächlich fand Mitte November zum ersten Mal überhaupt ein solches Treffen der Hildener Kulturschaffenden statt, und zwar im Area 51, erklärt Kruppa auf Nachfrage. 60 bis 70 Personen seien anwesend gewesen, von der privaten Tanzgruppe bis hin zu Musikern aus der Jazzszene. Diese Premiere sei mehr oder weniger ein erstes Kennenlernen gewesen. Konkrete Maßnahmen für Kunst und Kultur habe man da noch nicht auf den Weg bringen können. Das nächste Treffen sei für Januar verabredet worden und damit zu spät, um kurzfristig eine Lösung für die Itterbühne zu finden.

Eine typische Garage hat eine Fläche von 18 Quadratmetern. Wäre die Nutzung einer kommerziellen Lagerhalle eine Alternative? Sogenannte Self-Storage-Angebote gibt es mehrere in der Region. In Haan würde ein Raum von der Größe einer Garage 60 Euro pro Monat kosten. Für die Itterbühne wäre das wohl zu teuer. „Wir haben nur ein sehr begrenztes Budget“, sagt Carolin Kruppa. 30 Euro pro Monat wären die Schmerzgrenze, denn vom knappen Budget wollen ja auch Textbücher, Kostüme und Requisiten finanziert werden.

Möglicherweise findet sich ja ein Mensch in Hilden, der gerne eine Garage zu einem günstigen Preis anbieten möchte. Alternativ könnten sich die Theaterschaffenden auch vorstellen, als Untermieter einen Teil einer Lagerhalle zu belegen. In der Regel werden die Requisiten für die Vorstellungen im Herbst und für Anschlusstermine im Frühjahr benötigt. Hin und wieder müsse man dort auch Bühnenwände streichen können, sagt Kruppa. Nur dafür braucht das Ensemble also Zutritt. Wer helfen möchte, kann sich bei der Itterbühne per E-Mail ([email protected]) melden.

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