„The Dive“ startet In Hilden gedrehter Film kommt in die Kinos

Hilden · An diesem Donnerstag, 7. Dezember, startet die Vorführung von „The Dive“. Der Thriller wurde vor zwei Jahren teilweise im Hildener Waldbad gedreht.

Maximilian Leo mit den Schauspielerinnen Louisa Krause und Sophie Lowe sowie Augenschein-Kollege Jonas Katzenstein.

Maximilian Leo mit den Schauspielerinnen Louisa Krause und Sophie Lowe sowie Augenschein-Kollege Jonas Katzenstein.

Foto: augenschein Filmproduktion

Kurz nach der Einwinterung im Jahr 2021 geschah Seltsames auf dem Gelände des Waldbades im Hildener Stadtwald. Spaziergänger und Radfahrer konnten verfolgen, wie ein großes Zelt über das Schwimmerbecken aufgebaut wurde, Menschen herum. Rund acht Wochen blieb das Zelt. Was damals in Hilden (aber auch an anderen Drehorten) entstanden ist, kommt an diesem Donnerstag in die Kinos: Der Film „The Dive“.

Bis zu 50 Filmleute tummelten sich zwischen den Bäumen und dem Zehn-Meter-Turm, um im Springerbecken Unterwasserszenen zu drehen. „The Dive“ heißt auf deutsch „Der Tauchgang“. Der 91 Minuten lange Film von Regisseur Max Erlenwein wurde für den internationalen Markt produziert. Louisa Krause („Billions“) und Sophie Lowe („The Slap“) spielen die Hauptrollen. Es ist ein Survival-Thriller – und schon der Trailer ist nichts für schwache Nerven.

Und darum geht’s: „Bei einem gemeinsamen Tauchgang an der Küste von Malta werden zwei einander leicht entfremdete Schwestern von einem Felssturz überrascht, der eine von ihnen in der Tiefe einklemmt. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht die andere, das Leben ihrer Schwester zu retten, wird dabei aber mit immer neuen Aufgaben konfrontiert, die in Sekundenschnelle zu lösen sind. Ein geradliniger, spannend inszenierter Survival-Thriller, der durch seinen formalen Minimalismus und die Konzentration auf den begrenzten Handlungsrahmen seiner zwei Protagonistinnen überzeugt“, schreibt die Deutsche Presse-Agentur in ihrer Kritik.

Produziert wurde der Streifen, der ab 16 Jahren freigegeben ist, von der „augenschein Filmproduktion“ aus Köln. Produzenten sind Jonas Katzenstein und Maximilian Leo. Maximilian Leo hat nach den Dreharbeiten in Hilden vor rund zwei Jahren mit uns über die Zeit im Waldbad gesprochen. Der Dreh sei ebenso nervenaufreibend gewesen wie der Thriller. „Wir haben in Malta in bis zu 30 Meter Tiefe gedreht – mit Stunt-Divern. Im Hildener Waldbad haben wir eine Unterwasser-Felsenlandschaft nachgebaut und dort mit den beiden Hauptdarstellerinnen Louisa Krause und Sophie Lowe gedreht. Wir brauchten nicht nur zwei gute Schauspielerinnen, sondern auch zwei gute Taucherinnen. Die beiden mussten viel übers Tauchen lernen.“

Filmaufnahmen an sich seien eine hoch komplexe Sache. Bild, Ton, Perspektive, das richtige Timing der Schauspieler: Alles muss stimmen. Unter Wasser sei alles noch viel komplizierter. „Der Unterwasser-Dreh bedeutet extreme Anstrengungen für alle Beteiligten“, erläutert der Produzent: „Jede Szene unter Wasser ist eigentlich ein Stunt. Wir haben es gewagt, sogar im offenen Meer unter Wasser zu drehen. Jetzt im Rückblick würde ich sagen: Das hat sich gelohnt. Uns sind beeindruckende Aufnahmen gelungen.“

Wie ist die „augenschein Filmproduktion“ auf Hilden gekommen? Die Filmstiftung NRW hat das Projekt mit einer Million Euro gefördert. „Wir haben lange recherchiert und uns jedes Bad in Nordrhein-Westfalen angeschaut“, berichtet Maximilian Leo: „In Hilden stimmten die Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hilden.“ Das bis zu 50 Personen starke Team konnte in Düsseldorf untergebracht werden. Die „augenschein Filmproduktion“ hat ihren Sitz in Köln. Da lag Hilden quasi in der Mitte.

„The Dive“ ist bereits die vierte englischsprachige Produktion von „augenschein“. „Home“, ein Film um Ex-Häftling Marvin (Jake McLaughlin), der nach Hause zu seiner schwerkranken Mutter (Kathy Bates) zurückkehrt, ist ein atmosphärisches Plädoyer für Vergebung und wurde für den Deutschen Filmpreis nominiert Der Science-Fiction-Thriller „Stowaway“ erzählt von einer Marsmission, bei der ein blinder Passagier in Lebensgefahr bringt. Und schließlich: In „7500“ hört Co-Pilot Tobias Geschrei in der Kabine. Eine Gruppe junger Männer will ins Cockpit eindringen. Die Cockpittür wird zum Kampfgebiet, und letztlich muss Tobias über Leben und Tod entscheiden. Wer den Film sehen will, muss nach Solingen, Leverkusen oder Köln. In Hilden steht „The Dive“ noch nicht auf dem Programm. Der Thriller kommt am Donnerstag, 7. Dezember, in die Kinos.

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