Bibnet in Hilden und Haan Digitale Bücherei jetzt sogar mit Streamingdienst

Hilden, Haan · Bibnet erweitert das Angebot. Die digitale Bücherei der Städte im Kreis Mettmann hält jetzt auch Spiegel-Ausgaben und ein Streamingportal vor.

Bibnet kann jetzt noch mehr.

Bibnet kann jetzt noch mehr.

Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

(Red) Das digitale Portal der Bibliotheken in Hilden, Haan und den anderen Städten aus dem Kreis Mettmann, Bibnet, erweitert seine Angebotspalette. Gemeinsam mit den Bibliothekarinnen und Bibliothekaren der angeschlossenen städtischen Büchereien im Kreis stellte Kreisdirektor und Kulturdezernent Philipp Gilbert jetzt das neue vom Ministerium für Kultur- und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Kreis Mettmann finanzierte Angebot vor.

Neben den bereits bewährten Formaten „Bibnet Onleihe“ (E-Books und Hörbücher), „Bibnet Press“ (Tageszeitungen und Zeitschriften) und „DigiBib“ (Rechercheportal für Fachliteratur) eröffnet der Bibliotheksausweis nun auch den Online-Zugang zur Brockhaus-Enzyklopädie mit Kinderlexikon und interaktiven Kursen zu den Themen „Medienkompetenz“ und „Klima der Welt“, zum Munzinger-Archiv mit dem Spiegel-Online-Archiv, das bis 1947 zurückreicht, und dem „Duden-Basiswissen Schule“, zu Tigerbooks mit interaktiven Büchern für Kinder und zum Streamingportal „Filmfriend“ mit ausgesuchten Filmen und Dokumentationen für alle Generationen, erklärte Kreissprecherin Daniela Hitzemann. Die Gesamtkosten für diese Erweiterungen beliefen sich laut Daniela Hitzemann auf 161 000 Euro. Mit 64 Prozent habe das Ministerium für Kultur- und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen das Projekt gefördert, die verbleibende Summe habe der Kreis beigesteuert.

„Auch die künftigen Kosten für die Lizenzen, die ja jährlich anfallen werden, übernimmt der Kreis Mettmann auf Basis eines Kreistagsbeschlusses für die beteiligten Bibliotheken. Auf diese Weise können die neun Bibnet-Büchereien ihrer Leserschaft das gleiche Angebot machen. Alleine wären sicher einige der kleineren Büchereien dazu weder finanziell noch personell in der Lage gewesen“, erklärte Kreisdirektor Philipp Gilbert weiter.

Den gesellschaftlichen Wert der öffentlichen Bibliotheken und nicht zuletzt den Nutzen der digitalen Angebote stellte der Kreisdirektor und Kulturdezernent noch einmal besonders heraus: „Bibliotheken verstehen sich ja als einladende Orte der Begegnung mit anderen Menschen und natürlich mit – analogem – Lesestoff aller Art. Aber nicht alle Menschen finden den Weg in die Bücherei – aus völlig unterschiedlichen Gründen. Deshalb schafft ganz besonders der digitale Zugang zu Wissen und Kultur, Unterhaltung und Information für viele Menschen die Möglichkeit der Teilhabe. Dazu trägt besonders die wirklich geringe Jahresgebühr bei, die der Bibliotheksausweis kostet. Auch Menschen mit geringem Einkommen ist so der Zugang zu Wissen, Information und Unterhaltung möglich“, berichtet der Kreisdirektor.

Abschließend dankte Philipp Gilbert allen städtischen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren für die gute Kooperation und die Unterstützung durch das bibliotheksfachliche Know-how, allen voran Roman Reinders aus der Haaner Bücherei, der als Bündelungsinstanz zwischen dem Kreis und den Büchereien und als Kenner der Bibliotheks-IT wertvolle Dienste geleistet habe.

(RP)
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