Preissteigerung in Hilden Die Müllabfuhr wird teurer

Hilden · Neben der Gebührenerhöhung berät der Rat nächste Woche Dienstag auch über eine Anhebung der Sperrmüll-Menge pro Termin und der Einführung von sogenannten Dauermarken für die Mülltonnen.

Nach Berechnungen der Stadtverwaltung sollen die Gebühren für Restmüll im kommenden Jahr in der Stadt Hilden steigen.

Nach Berechnungen der Stadtverwaltung sollen die Gebühren für Restmüll im kommenden Jahr in der Stadt Hilden steigen.

Foto: dpa

Die Abfallgebühren steigen im kommenden Jahr. Das geht aus einer Vorlage der Stadt für die nächste Ratssitzung am Dienstag, 12. Dezember, 17 Uhr, in der Hildener Stadthalle hervor. Kostete der Liter Restmüll 2022 noch 1,32 Euro und im vergangenen Jahr 1,36 Euro, werden dafür im kommenden Jahr 1,47 Euro fällig, heißt es darin.

Als Grund gibt die Stadt Kostensteigerungen bei den Sach- und Dienstleistungen sowie bei den internen Leistungsbeziehungen an. Zwar habe die Verwaltung die Aufwendungen für die Altholzverwertung dank neuer Verträge um 55 Prozent senken können – allerdings erhöhe sich die sogenannte CO2-Bepreisung von Müllverbrennungsanlagen. Ähnlich wie seit einigen Jahren bei Heizöl und Benzin müssen Betreiber von solchen Anlagen laut Brennstoffemissionshandelsgesetz ab Januar Geld für ihren CO2-Ausstoß bezahlen. Der Kreis möchte diese Abgaben in die Kreismischgebühr einberechnen. „Die hat zur Folge, dass das Verbrennungsentgelt von derzeit 149 Euro auf 165 Euro pro Megagramm angehoben wird“, schreibt die Stadt. Dies bedeutet einen Anstieg von mehr als zehn Prozent. Ein Megagramm ist eine Tonne. Die Stadt geht davon aus, dass sie 13 000 Tonnen Müll im kommenden Jahr zur Verbrennungsanlage bringt.

Gebühren sollen um
etwa 8 Prozent ansteigen

Die internen Leistungsbeziehungen machen mehr als 20 Prozent der Gebühr aus – und steigen laut Stadt im nächsten Jahr um knapp 16 Prozent. Dabei schlage vor allem die Fahrzeug-Unterhaltung zu Buche. Die Steigerung dort liege bei rund 27 Prozent, erklärt die Verwaltung. Insgesamt rechnet mit rund 5,7 Millionen Euro Kosten für die Abfallbeseitigung im kommenden Jahr. Demgegenüber stehen die Gebühren sowie Erlöse beispielsweise aus dem Verkauf von Kompost und internere Verrechnungen in Höhe von rund 277 000 Euro. Da Gebühren weder einen Verlust noch einen Gewinn erwirtschaften dürften, müssen die Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre innerhalb von vier Jahren verrechnet werden. 2020 und 2021 gab es Überdeckungen, 2022 eine Unterdeckung (2023 ist noch nicht abgerechnet). Für 2024 stehen aus diesen Jahren noch knapp 17 000 Euro zur Verfügung.

Ganz konkret bedeutet die Gebührensteigerung von etwas mehr als 8 Prozent im kommenden Jahr für einen 1100 Liter Container bei wöchentlicher Abfuhr ein Plus von 242 Euro im Jahr. Die für Einfamilienhäuser typische 120-Liter-Tonne kostet nicht mehr 163,20 Euro im Jahr, sondern 176,40 Euro. Die Papiertonne bleibt kostenlos, die Gebühr für die 120-Liter-Biotonne liegt weiterhin unverändert bei 12 Euro pro Jahr (240 Liter kosten 24 Euro).

Sperrmüllmenge
soll größer sein dürfen

Die Politiker haben die Gebührenanpassungen in den vergangenen Jahren anstandslos durchgewunken, daher ist auch in diesem Jahr damit zu rechnen. Sie beraten aber auch über eine Anpassung der Satzung. Dabei geht es unter anderem um zwei wichtige Punkte: In Zukunft sollen nicht mehr nur zwei Kubikmeter Sperrmüll pro Termin an die Straße gestellt werden dürfen, sondern drei.

Außerdem möchte die Stadt nicht mehr alle zwei Jahre neue Müllmarken für die Tonnen verschicken. Die Sortierung zu den Grundabgabenbescheiden habe händisch erfolgen müssen und sei fehleranfällig gewesen. Die Verwaltung schlägt vor, sogenannte Dauermarken ohne Jahreszahl einzuführen.

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