Treibhausneutralität in Hilden Das Area 51 holt sich Energie von der Sonne

Hilden · Erneuerbare Energien sollen in Hilden stärker genutzt werden. Für elf weitere Standorte gibt es Pläne.

Eine Photovoltaik-Anlage mit 140 Modulen wurde Ende vergangenen Jahres auf dem Dach des Area 51 installiert.

Eine Photovoltaik-Anlage mit 140 Modulen wurde Ende vergangenen Jahres auf dem Dach des Area 51 installiert.

Foto: Stadt Hilden

(Red) Hilden hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 eine Treibhausgasneutralität zu erreichen. Der Ratsbeschluss aus dem Vorjahr soll nun schrittweise umgesetzt werden. Teil der Maßnahmen sind Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern städtischer Gebäude.

Nun erhielt auch das Jugendzentrum Area 51 im Norden der Stadt eine Anlage, mit der die Energie der Sonne angezapft werden kann. Auf dem Dach der Einrichtung 140 Module installiert. Umgesetzt wurde die Maßnahme durch das Amt für Gebäudewirtschaft in Kooperation mit einer Tochterfirma der Stadtwerke Hilden, der Neue Energie Hilden (NEH). „Mit Sonnenenergie können wir einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, unseren eigenen Strom erzeugen und damit Kosten sparen“, sagt Peter Palitza, Leiter des Amtes. Die Kosteneinsparungen bei der Energienutzung würden die jährliche Pacht für die Anlagen mehr als kompensieren, teilt er mit. Die NEH finanziert und errichtet die Anlagen in Kooperation mit weiteren Firmen. Sie ist für die Wartung, Instandhaltung und Versicherung zuständig.

Damit sich das Modell rechnet, prüft das Amt für Gebäudewirtschaft gemeinsam mit der NEH alle potenziellen Dachflächen darauf, ob eine Installation dort finanziell sinnvoll ist. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn das Gebäude den selbst erzeugten Strom auch selbst verbraucht. Im Zentrum stehen diese Fragen: Wie viel Strom benötigt das Gebäude, wie viele Module können installiert werden und rechnet sich das Projekt dann?

Diese Untersuchung haben NEH und Stadt bereits für zwölf bestehende Gebäude durchgeführt. Bei insgesamt elf stehen Kosten und Einnahmen in einem positiven Verhältnis. Im nächsten Schritt wird durch das Amt für Gebäudewirtschaft untersucht, ob Konstruktion und Statik des Gebäudes für die zusätzliche Belastung ausgelegt sind.

Für die folgenden Bauwerke sind Photovoltaik-Anlagen in Planung oder bereits im Bau: das Funktionsgebäude am Sportplatz Weidenweg, der Gärtnerhof an der Herderstraße, der Erweiterungsbau der Grundschule Walder Straße, der Neubau Kindertagesstätte Holterhöfchen, der Zentrale Bauhof, der Grundschulverbund Schulstraße, die Wilhelm-Busch-Schule, die Sporthalle an der Hoffeldstraße 106, das Familienzentrum Kunterbunt/Traumquelle, der Bürgertreff Lortzingstraße und die Kindertageseinrichtung Ellen-Wiederhold. Für weitere Gebäude stehen noch technische Untersuchungen sowie Eignungsprüfungen an, teilt das Bürgermeisterbüro mit.

(RP)
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