Hausfassade durch Feuer zerstört

In der Nacht zum Pfingstsonntag musste die Feuerwehr zu einem Brand an der Deller Straße ausrücken.

Sachschaden in mindestens fünfstelliger Höhe hat ein Feuer verursacht, das die Feuerwehr in der Nacht zum Pfingstsonntag an der oberen Deller Straße gelöscht hat.

Gegen 0.55 Uhr waren Zeugen auf den Brand in der Nachbarschaft aufmerksam geworden und hatten die Feuerwehr alarmiert. „Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs hatten die Flammen bereits mehrere Quadratmeter der Fassade erfasst“, teilte Mirko Braunheim, stellvertretender Leiter der Haaner Feuerwehr mit. Vermutlich ging das Feuer von einer Mülltonne auf das Haus über.

Während ein Trupp unter Atemschutz die Löscharbeiten im Bereich der Einfahrt neben dem Haus aufnahm, kontrollierten andere Einsatzkräfte das Haus. Im Gebäude hatten zwei Rauchmelder ausgelöst. Weil auf Klingeln und Klopfen niemand öffnete, entschloss sich die Wehr, eine Scheibe einzuschlagen.

Ein Trupp unter Atemschutz stieg in das Haus ein und kontrollierte die Räume. Zum Glück wurde keine Person gefunden. Für zwei Katzen im Erdgeschoss bestand keine Gefahr; die Tiere konnten im Gebäude bleiben. Die Giebelwand war zum größten Teil mit einer verschieferten Holzlattung verkleidet. Darunter befand sich Dämmmaterial.

Nach Ablöschen der Flammen kontrollierten die Feuerwehrleute den Brandort mit einer Wärmebildkamera. Dabei zeigte sich, dass weite Bereiche der Verkleidung sich stark erwärmt hatten.

Mit einer Säge öffneten die Wehrleute die Fassadenhülle und löschten weiter. Insgesamt wurden etwa 20 Quadratmeter der Fassadenverkleidung entfernt.

Die Feuerwehr Haan war bis gegen drei Uhr mit 25 Kräften im Einsatz. Spezialisten der Kriminalpolizei haben inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Bislang ungeklärt ist, wie die Mülltonne in Brand geraten konnte. Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.

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