Hanner Kirmes 2019: Das Fest bringt Menschen zusammen

Haan : Pastorin predigt im Autoscooter

Gestern, am Kirmestag der Haaner, gab es zuerst einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Autoscooter. Dann kam das Hahneköppen.

Pünktlich um 9.20 Uhr läuteten die Glocken der evangelischen Kirche, um zum Ökumenischen Gottesdienst der Haaner Kirmes auf dem Autoscooter an der Kaiserstraße einzuladen. Traditionell ist die Schaustellerfamilie Schmidt – mit den Familienmitgliedern Ruth, Claudia, Jacqueline, Lorena und Frank – Gastgeber des Gottesdienstes. Pfarrerin Gabriele Gummel von der evangelischen Kirche und Gemeindeassistentin Lea Duch von der katholischen Gemeinde feierten den Kirmes-Gottesdienst zusammen mit vielen Schaustellern und Haanern.

Die Besucher des Gottesdienstes bekamen Samentütchen

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Wer Vielfalt sät, wird Heimat ernten“. Die Besuchern erhielten Samentütchen, damit jeder die bunte Vielfalt der Heimat im Garten oder auf dem Balkon selbst ziehen kann. Das Miteinander von Mensch und Natur soll auf diese Weise wachsen und gedeihen. Lea Duch, die seit einem Jahr in der katholischen Gemeinde für die Jugendarbeit verantwortlich ist, fand in ihren Ansprache ausreichend viele Gründe dafür, dass auch in den Kirmestagen ein Dank angebracht ist. „Gerührt“ war Heidi Großbach von diesem besonderen ökumenischen Fest auf einer Kirmes, das sie anderswo noch nicht erlebt hat. Seit einem Jahr wohnt sie in Haan und ist zum zweiten Mal auf dem Autoscooter beim Gottesdienst dabei. Die Kollekte am Ende des Gottesdienstes war bestimmt für die Haaner Tafel. Neben des Geistlichen, für die ein festlicher Altar aus Kreuz, Bibel, Kerzen und Blumen aufgestellt worden war, hatten sich Fahnenträger positioniert, die zwei Schausteller-Verbände aus den Kreisen Rhein-Ruhr, Wupper, Sitz Solingen, und Wuppertal vertraten. Musikalisch begleitet wurden die Lieder vom evangelischen Kantor Martin Honsberg am Keyboard und von einer Abordnung des Haaner CVJM Posaunenchors, namentlich Bernd Möller, Gerhard Roth, Achim Gomoluch und Susan Hoogerwerf. Das Heimatlied der bergischen Christen „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ durfte nicht fehlen. Schließlich hat der Neandertal-Freund Joachim Neander das Lied hier in unserer Heimat gedichtet. Halbzeitbilanz nach zwei Tagen Kirmes zogen am Montag Feuerwehr,Deutsches Rotes Kreuz und Maltester. 21 Fahrten verzeichneten die Sanitäter. Das seien doppelt so viele Fahrten gewesen wie im Jahr 2018, sagte Raphael Harlos vom DRK.

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