Haanerin entwickelt internationales Studienmodell für BWL

Haan : Haanerin bietet duales Studium an

Die BWL-Dozentin Susanne Schöneberg legt an der Akademie DAA das Programm „Bachelorplus“ auf.

. Bereits 2012 entwickelte die Haaner Dozentin für BWL und Marketing Susanne Schöneberg zusammen mit ihren Düsseldorfer Kollegen an der DAA Wirtschaftsakademie das Programm „Bachelorplus“, das nach zwei Jahren eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und nach drei Jahren den Bachelor-Abschluss International Business Management bietet.

Bis dahin konzentrierte sich das Angebot der Deutschen Angestellten Akademie in Düsseldorf (Konrad-Adenauer-Platz 9) auf die Fort- und Weiterbildung von Menschen mit bestehender Ausbildung. Hinzu kam das Abiturientenprogramm „Bachelorplus“, das auch für Fachabiturienten zur Verfügung steht. „Nach zwei Jahren in Düsseldorf, geht es dann für ein Jahr nach England“, erklärt Birgit Schwitalla die große Besonderheit dieses Ausbildungsweges. „Wir haben eine Kooperation mit der University of Cumbria“, erklärt Schwitalla, die ebenfalls in Haan wohnt und für die Öffentlichkeitsarbeit des zweiteiligen Bachelors zuständig ist. Sie sei selbst überzeugt vom Konzept und freue sich daher, es den Interessenten schmackhaft machen zu dürfen.

So wie zuletzt auf der Ausbildungsbörse in Hilden. „Wir hatten einen gut besuchten Stand“ und Eltern und Abiturienten seien sichtlich erfreut gewesen. „Praxisnah und individuell ausgerichtet“, nennt Schwitalla das Bachelor-Programm. Die Nähe zur Praxis ergibt sich aus der Struktur des Angebots: Praktika in Unternehmen, Projektgruppen und Unterricht in Business- aber auch Alltagsenglisch bereiten die Schüler nicht nur auf den einjährigen Englandaufenthalt sondern vor allem auf die Berufswelt vor. Kleine Klassenverbände von circa 25 Studenten pro Gruppe bieten die Möglichkeit individueller An- und Absprachen. „Im Unterricht können so gut Fragen gestellt werden“, weiß Schwitalla. Die Betreuung geht aber noch weiter. „Unsere Dozenten helfen beispielsweise auch beim Bafög-Antrag“, erklärt Schwitalla, das käme vielen entgegen, die vor den Rahmenbedingungen eines Studiums ansonsten eventuell zurückschrecken würden.

Auch große, anonyme Hörsäle gibt es im Bachelorplus-Studium nicht – dafür aber auch nicht so viele Freiheiten, wie in einem Studium an einer öffentlichen Universität, denn es herrscht Anwesenheitspflicht.

Das Studium ist im vorgegebenen Zeitfenster gut zu schaffen

„Wenn man sich daran hält, dann ist das Studium auch im angegebenen Zeitfenster zu schaffen“, zudem komme diese Bindung (Seminarzeiten sind regelmäßig von 8 bis 13 Uhr) vielen entgegen, die sich nicht so gut selbst organisieren können oder wollen, sagt Schwitalla.

Mit 195 Euro pro Monat gestalten sich die ersten zwei Jahre, nach denen in jedem Fall die Ausbildung des kaufmännischen Assistenten abgeschlossen ist, im Vergleich zu privaten Hochschulen relativ günstig. Das Auslandsjahr an der University of Cumbria in Lancaster ist teurer (9250 Pfund), ebenso wie die ersten zwei Jahre, aber durch das Bafög förderbar.

Zudem ist das Studienangebot NC-frei, also unabhängig von der Abiturnote. „Bewerber stellen sich in einem Vorstellungsgespräch bei uns vor“, erklärt Schwitalla. Fachabiturienten müssten zudem noch eine Matheprüfung bestehen, man müsse aber kein Mathegenie sein. „Die Basics reichen aus“, versichert Schwitalla.Für Interessierte findet am Montag, 27. Mai, ab 18 Uhr eine Info-Veranstaltung in der DAA Wirtschaftsakademie in Düsseldorf statt. Hier wird das Studium noch einmal ausführlich vorgestellt, Dozenten und Studenten stehen für persönliche Gespräche zur Verfügung. höv

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