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Haan: Stadt will Trauerhalle auf dem Waldfriedhof umgestalten

Haan : Stadt Haan baut Waldfriedhof um

Die Trauerhalle, die noch aus den 1960er Jahren stammt, wird umgestaltet. Auch die Ausrichtung des Innenraums wird sich ändern.

. Die Heizstrahler an den Längswänden kennen Eltern wahrscheinlich noch von den Wickeltischen für ihren Nachwuchs. Die Toiletten sind „völlig unzeitgemäß und müssen saniert werden“, und die Holzverkleidung an der Decke erinnert an einen „ungemütlichen Partykeller“, wie Angelika Fries vom städtischen Gebäudemanagement jetzt bei einem Ortstermin urteilte. Höchste Zeit, das Gebäude gegenwartstauglich zu machen, meint nicht nur die Architektin. „Wir haben einiges mit der Trauerhalle auf dem Waldfriedhof vor“, ergänzt Torsten Rekindt, der Leiter des Bauverwaltungsamtes.

Ab Oktober soll es losgehen: zunächst mit dem Bau einer neuen Rampe. Die ist für den linken Eingang vorgesehen, zu dem heute noch eine Treppe führt. „Künftig können wir über die neue Zuwegung den Sarg ohne großes Rangieren in die Halle transportieren“, kündigt Fries an. Und Peter Kannemann vom städtischen Betriebshof ergänzt: „Bisher kam es vor, dass sich Trauergäste und Mitarbeiter beim Transport des Sarges in die Quere kamen.“ Auch das soll künftig der Vergangenheit angehören, denn die Ausrichtung im Inneren der Halle wird um 180 Grad gedreht. Heißt: Die Trauerfeiern finden an der gegenüberliegenden Seite statt. Neue, behindertengerechte Toiletten sind bei der Renovierung ebenso vorgesehen, wie ein frischer Anstrich, Ertüchtigung des Dachs, der Elektro-Installation sowie der Heizung. Die Arbeiten, für die 80 000 Euro vorgesehen sind, sollen die Trauerfeiern nicht beeinträchtigen.

Das Urnen-Hochbeet wird mittlerweise gut angenommen

Beim Ortstermin auf dem Waldfriedhof konnten Rekindt, Kannemann und Jennifer Klemm von der Friedhofsverwaltung auch noch weitere Projekte vorstellen. So ist das im Jahr 2018 eingerichtete Urnen-Hochbeet mittlerweile ausgesprochen gut angenommen. Wunderschöne Blumen, jahreszeitlich angeordnet, laden Trauernde wie auch Besucher zum Verweilen ein. Die Pflege dieser Wahlgräber wird komplett durch den Betriebshof der Stadt übernommen. Als Grabstein sind künftig kleine Stelen vorgesehen. Peter Kannemann kann bereits jetzt verkünden: „Wir werden noch zwei weitere dieser jeweils 38 Urnen fassenden Hochbeete anlegen“, allerdings mit anderen Themenschwerpunkten (eventuell japanisch, oder dem Thema Wasser gewidmet).

Das nebenan liegende teilanonyme Grabfeld hat nun einen zwei Tonnen schweren Gedenkstein erhalten, den eine Namenstafel ziert, an der jeder seine dort beerdigten Angehörigen mit einer kleinen Plakette verewigen kann.

Nachzulesen sind all die Entwicklungen in einer neuen Broschüre, die die Friedhofsverwaltung jetzt in einer Auflage von 2500 Exemplaren im Rathaus sowie bei den örtlichen Bestattern auslegt. Das Heft enthält Infos wie etwa die Friedhofs-Historie, einen Wegeplan, die Grabarten und vieles mehr Eine Übersicht zu den aktuellen Gebühren soll ebenfalls noch eingefügt werden.