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Haan: Stadt verliert weitere Führungskraft

Haan : Gebäudemanagerin verlässt die Haaner Stadtverwaltung

Mit Amtsleiterin Simone Drechsler, die zwei Jahre tätig war, verliert die Gartenstadt eine weitere Führungsperson.

. Der Mangel an Fachkräften im Haaner Rathaus verschärft sich weiter: Nach dem Abgang des für Planung und Bauaufsicht zuständigen Amtsleiters Peter Sangermann bricht nun auch die Leiterin des Gebäudemanagements, Simone Drechsler, ihre Zelte bei der Stadtverwaltung ab. Dies teilte Michael Ruppert (FDP), Leiter des Unterausschusses Personal und Organisation, jetzt mit. In der kommenden Ratssitzung am Dienstag, 29. Oktober, um 17 Uhr, werde dazu Stellung genommen, fügte er hinzu.

Vorgängerin Ute Eden hatte
das Amt 17 Jahre lang geleitet

Die Architektin und Immobilienwirtin Simone Drechsler war zu Beginn des vergangenen Jahres auf Ute Eden gefolgt, die das Amt zuvor 17 Jahre lang geleitet hatte. Drechsler kam von der Düsseldorfer Niederlassung des international tätigen Baukonzerns Apleona (ehemals Bilfinger), wo sie zehn Jahre lang tätig gewesen war, immer mit anderen Schwerpunkten. Vor allem „Projektsteuerung und Gebäudemanagement“, sagte sie damals. So konnte sie auf der kaufmännischen und der technischen Ebene gleichermaßen viele Erfahrungen sammeln.

Diese Kompetenz war es, die sie für die Leitung des Gebäudemanagements in Haan besonders qualifizierte. „Der Aufgabenbereich gefällt mir“, verriet Simone Drechsler nach den ersten Wochen im Amt. Er sei packend und interessant, gerade weil der technische und der kaufmännische Bereich kombiniert seien. Außerdem habe es sie gereizt, eine Leitungsfunktion einzunehmen. „Das war in der vorherigen Firma nicht möglich.“

Jetzt gibt sie ihren Job auf – warum, das soll Michael Ruppert zufolge in der kommenden Stadtratssitzung mitgeteilt werden. Soviel steht jedoch fest: Der Abgang dieser Führungskraft dürfte den Personalnotstand im Technischen Dezernat weiter verschärfen.

Erst im September hatte die Stadtverwaltung bekannt gegeben, wegen Besetzungsproblemen bei Projektingenieuren könnten das Umsetzen der Containeranlage vom Neandertalweg zum Ellscheid sowie das Sanierungskonzept für das Schulzentrum aktuell nicht begonnen werden. Die Projekte zur Gemeinschaftsgrundschule Unterhaan und der Mensa der Grundschule Don Bosco könnten erst in vollem Maß nach Besetzung der vakanten Stelle und einer Einarbeitungszeit planerisch begonnen werden, teilte die Stadt damals mit. Die allgemeine Auffassung damals: Vor März 2020 dürfte nicht viel passieren.

Wie geht es jetzt weiter? Für die Sitzung des Ausschusses für Bau, Vergabe, Feuerschutz und Ordnungsangelegenheiten am 5. November hat die Stadtverwaltung einen Bericht über die aktuellen Projekte im Gebäudemanagement vorbereitet. Dazu gehören unter anderem der Neubau des Rathauses, der Neubau des Gymnasiums Haan bei laufendem Betrieb, der Erweiterungsbau mit Mensa der Gesamtschule Walder Straße, die Sanierung der katholischen Grundschule Don Bosco oder auch der Bau der Kita Erikaweg.

In der Vorlage teilt die Stadt unter anderem mit, warum es zwischenzeitlich einen Baustopp bei der Errichtung der viergruppigen Kindertagesstätte gegeben hat. Demnach war eine Klage gegen die erteilte Baugenehmigung erhoben worden. Im Zuge der Klärung waren demnach mehrere Bodenanalysen erforderlich. Doch auch wenn das Ergebnis dem Bericht zufolge positiv für die Stadt ausgegangen ist, so hat die Baufirma aufgrund der Unterbrechung eine etwa vier Monate längere Bauzeit angekündigt.

Der Technische Dezernent Engin Alparslan, der die Haaner Bürgermeisterin Bettina Warnecke in deren Urlaub vertritt, war bisher für eine telefonische Auskunft nicht zu erreichen.

(pec)