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Haan: Endlich wieder Haaner Sommer​

Auftakt in Haan : Ein gelungener Auftakt des Haaner Sommers

Bürgermeisterin Bettina Warnecke hat die Traditionsveranstaltung am Samstag offiziell eröffnet. Konzerte an beiden Abenden und der Mitmachzirkus am Sonntagmittag rundeten das Auftaktwochenende ab. Ausblick auf die nächsten Wochen.

Blauer Himmel und Sonnenschein – das Auftaktwochenende des Haaner Sommers war mit dem passenden Wetter gesegnet. Wie gewohnt startete auch die etwas kürzere Version des Haaner Sommers mit einem ökumenischen Strand-Gottesdienst, bevor Bürgermeisterin Bettina Warnecke den Haaner Sommer offiziell eröffnete.

Schon am Samstag war zu spüren, dass die Haaner in Feierlaune waren. „Die Strandfläche war voll“, freut sich Joe Janny vom Verein „Haaner Sommer“. „Die Leute wollten unbedingt feiern.“ Die Atmosphäre mit Sand, Liegestühlen und Musik, die in die Beine ging, sorgte für ausgelassene Urlaubsstimmung. Mit ihrer Mischung aus Reggae und afrikanischen Rhythmen traf die Band „Hector Morton“ genau den richtigen Ton.

Spielen und Bewegung
für alle Generationen

Am Sonntag war erst einmal Spielen und Bewegung für alle Generationen angesagt. Der Hildener Mitmachzirkus packte seine Kisten aus und schon ging es los. „Wir sind eine Bewegungsinitiative“, erklärt Christian Meyn-Schwarze, „im Gegensatz zum darstellenden Zirkus.“ Das Motto lautet hier: Wir bewegen uns wie im Zirkus. Es geht nicht darum, eine möglichst anspruchsvolle Zirkus-Nummer einzustudieren, sondern sich spielerisch mit Kegeln, Bällen, dem Diabolo, mit Bändern und Tüchern zu bewegen. Das macht nicht nur den Kleinsten sichtlich Freude. „Ab dem Laufen können bis ins hohe Alter kann man sich hier bewegen“, sagt Christian Meyn-Schwarze. „Wir kommen gerne zum Haaner Sommer, weil es ein Familienevent ist.“

Nicht selten werden hier verschollen geglaubte Bewegungen aus der Kindheit wiederentdeckt. Wie das Hula-Hoop-Kreisen. „Das ist ein neuer Fitness-Trend.“ Rund 200 Geräte hat der Mitmachzirkus mitgebracht. Vier engagierte junge Leute leiten die kleinen und großen Besucher an. Annika Rasche ist eine von ihnen. Die 20-jährige Studentin ist schon seit neun Jahren im Team. „Das Besondere ist, dass man hier spielen kann“, erklärt sie lächelnd. „Ich habe nie aufgehört zu spielen.“ Vielleicht fällt es ihr deshalb so leicht, auch zurückhaltende Kinder zum Spielen zu animieren. Hält sich ein Kind an der Mama fest und traut sich nicht, drückt sie einfach der Mutter ein Bändchen in die Hand. Kaum hat diese angefangen, damit herum zu wedeln, möchte auch das Kind spielen.

Derweil versuchen sich die vierjährige Josefine und ihr Papa Christian mit der chinesischen Teller-Nummer. Gar nicht so einfach, den Teller auf dem Stab kreisen zu lassen. „Wir haben extra kinderfreundliche Gummiteller“, verrät Christian Meyn-Schwarze. Die können sogar zu chinesischen Hüten umgeklappt werden. Den Mitmachzirkus können kleine und große Strandbesucher noch am 7. und 21. Juli von 10 bis 13 Uhr sowie am 17. Juli von 11 bis 16:30 Uhr erleben.

„Es ist so schön, dass der Strand wieder da ist“, sagt die Besucherin Helga Bäumler. „Hier kann man herrlich entspannen.“ Eine Oma fotografiert ihre Enkelin beim Spielen mit kleinen Bällen, während ein Papa sich gemütlich in den Sand gelegt hat und seiner Tochter zuschaut, die mit einem Förmchen „Sandkuchen“ backt. Vom nahen Brunnen wird Wasser geholt, um den Sand feucht zu machen. Dann funktioniert es auch mit dem Sandburgen-Bau.

Kinderlachen durchwebt die Luft. Schließt man die Augen, könnte man tatsächlich meinen, man befindet sich am Strand. Nur das Wellenrauschen fehlt noch.

Dafür gibt es am Abend Musik von der „WBB.crew“. Die überwiegend aus unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen bestehende Formation hat sich 2017 gegründet und ist seitdem gewachsen. „Sie singen nicht nur englisch, sondern auch arabisch und persisch“, verrät Joe Janny. Mit ihnen auf der Bühne steht der in Kamerun aufgewachsene Sänger Etienne Eben, der am 17. Juli noch einmal mit seiner eigenen Band auftreten wird. Der Auftakt des Haaner Sommers war also eine rundum gelungene Sache, wie Joe Janny betont: „Haan hat darauf gewartet.“