Stadtalarm in Haan Brandstiftung? Feuer bricht in Haus für Betreutes Wohnen aus

Haan · Im Keller eines Gebäudes für Betreutes Wohnen in Haan an der Deller Straße brach in der Nacht zu Montag ein Brand aus.

Die Feuerwehr ist am Montag um kurz nach Mitternacht zur Deller Straße alarmiert worden.

Die Feuerwehr ist am Montag um kurz nach Mitternacht zur Deller Straße alarmiert worden.

Foto: Feuerwehr Haan

(tobi) Zu einem Großeinsatz der Feuerwehr ist es in der Nacht zu Montag in Haan gekommen. Kurz nach Mitternacht wurden die Einsatzkräfte zur Deller Straße alarmiert.

„Der Notruf ging um 0.02 Uhr ein“, erklärte eine Polizeisprecherin. Ein Sprecher der Feuerwehr berichtet am Montagmorgen: „Bereits bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte im rückwärtigen Bereich des dreigeschossigen Gebäudes für Betreutes Wohnen eine starke Rauchentwicklung aus den Kellerfenstern festgestellt werden. Ebenso war der Treppenraum derart stark verraucht, dass dieser nicht mehr zur Flucht durch die Bewohner genutzt werden konnte.“ Die Feuerwehr löste sofort Stadtalarm aus und alarmierte alle verfügbaren Kräfte der Haaner Feuerwehr.

Unter Atemschutz sondierten Einsatzkräfte die Lage und brachte zehn Bewohner über die Drehleiter in Sicherheit. „Glücklicherweise sind die Wohneinheiten über sogenannte Laubengänge miteinander verbunden, sodass der Rauch aus dem Treppenraum direkt ins Freie abziehen konnte, ohne dass dieser in die Wohneinheiten eindringen konnte“, erklärt der Feuerwehrsprecher weiter.

Vier Bewohner konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr ins Freie retten. Ein Mann, der auch die Feuerwehr alarmiert hatte, war jedoch durch die Rauchgase verletzt worden und musste durch den Rettungsdienst versorgt werden: „Die 13 betroffenen und unverletzten Bewohner wurden durch Personal eines benachbarten Pflegeheimes für die Zeit des Einsatzes versorgt. Die Bewohner konnten nach Beendigung des Einsatzes alle wieder in ihre Wohnungen zurückkehren“, erklärte der Sprecher.

Einsatzleitung forderte
Kräfte aus Hilden und Erkrath an

Ganz problemlos war der Einsatz nicht: „Aufgrund der ausgedehnten Größe des Objektes gestalteten sich die Brandbekämpfung und die anschließende Entrauchung sehr aufwendig, weshalb die Einsatzleitung eine weitere Löschgruppe aus Hilden, sowie den Abrollbehälter Atemschutz aus Erkrath, zur Einsatzstelle alarmieren ließ. Des Weiteren wurde zur Sicherstellung des Grundschutzes im Stadtgebiet eine weitere Löschgruppe aus Erkrath angefordert, die auf der Feuer- und Rettungswache für parallele Einsätze zur Verfügung stand“, berichtet der Feuerwehrsprecher weiter. Insgesamt bekämpften 42 Einsatzkräfte bis 4 Uhr das Feuer, gegen 5 Uhr waren auch die Entlüftungsarbeiten erledigt, und die Feuerwehrleute konnten den Einsatz beenden.

Nach ersten Erkenntnissen sei vermutlich Unrat im Keller des Gebäudes in Brand geraten, erklärte eine Polizeisprecherin: Die Polizei gehe nach derzeitigem Stand der Ermittlungen davon aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. „Die Beamtinnen und Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Brandstiftung ein, und die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Angaben zur Brandschadenshöhe liegen derzeit noch nicht vor.“

Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Brandgeschehen machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei Haan in Verbindung zu setzen. Die Beamten sind unter Telefon 02129 9328 6480 jederzeit erreichbar.

(ldi/tobi)
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