Gymnasium will gesunde Schüler

Gymnasium will gesunde Schüler

Die Gymnasiasten sollen gesund in die Ferien gehen — das ist der Haaner Schule einige Projekttage wert.

Haan. Passend zum Ausklang des Schuljahres finden im Haaner Gymnasium die Gesundheitsprojekttage statt. An zwei Tagen sollen die Schüler aller Jahrgangsstufen zu einem gesünderen Lebensstil motiviert werden. „Die Gesundheitsprojekttage finden alle vier Jahre statt und sind Teil unseres Gesundheitskonzeptes“, erklärt Schulleiterin Friederike von Wiser. „Die ganze Schule ist in Bewegung.“ Vor der Schule probiert eine Gruppe Schüler gerade, mit einer Rauschbrille auf der Nase Bälle zu fangen. Hinter der Schule wartet ein Mitmachzirkus, eine Einrad-Schule und das Kisten-Klettern auf aktive Schüler.

Außerdem wurde ein Abschlag-Käfig aufgebaut und an einem Kletterfelsen hangeln sich jüngere Schüler in die Höhe. Ein Handballplatz steht für das Teamspiel zur Verfügung. Kurse, Vorträge und Workshops aus drei Themenbereichen konnten die Schüler wählen: Sportliche Aktivitäten, Übungen zum persönlichen Wohlergehen und Präventionsmaßnahmen. „Wir haben viele ehrenamtliche Kooperationspartner gewinnen können“, freut sich Petra Dylewski, Leiterin des Organisations-Teams. Ein Richter vom Oberlandesgericht klärt über die rechtliche Lage bezüglich Cannabis auf und zeigt einen Film über K.O.-Tropfen. Eine Zahnärztin von „Ärzte ohne Grenzen“ erzählt über die Folgen schlechter Ernährung und die Theaterpädagogische Werkstatt bearbeitet das Thema „Mobbing“. Denis Brodowski war am ersten Tag im Ittertal. „Wir haben Volleyball gespielt“, erzählt der Schüler der Einführungsstufe. „Wir haben ein kleines Turnier gemacht. Das war ganz schön.“ Am zweiten Tag hat er einen Yoga-Workshop mitgemacht. „Es waren eigentlich Entspannungsübungen“, sagt Denis.

„Es war interessant zu sehen, wie es einem beim Konzentrieren helfen kann.“ Die Gesundheitsprojekttage findet Denis insgesamt eine sehr gute Sache, vor allem in der letzten Schulwoche. „Besser als in jeder Stunde einen Film zu gucken“, meint er, „von mir aus könnten sie auf die ganze Woche ausgedehnt werden.“ Auch Lena Legner und Lisa Kobiella haben schon viel gelernt. Am ersten Tag hatten sie zuerst „HTI“. „Das ist Ausdauertraining und man lernt die eigenen Grenzen kennen“, erklärt Lisa.

Einen Vortrag „Liebe ohne Zwang“ haben sie ebenfalls besucht. „Da ging es um Zwangsprostitution“, verrät Lena und Lisa ergänzt: „Es wurden auch so Begriffe wie ‚Loverboy‘ erklärt und wie man sich schützen kann.“ In einem Medien-Workshop ging es um die Nutzungsmöglichkeiten des Smartphones. Außerdem haben die beiden aus der Jahrgangsstufe 8 etwas über Suchtverhalten gelernt. „Wir haben auch Entspannungsübungen gemacht“, erzählt Lisa. Am zweiten Tag bereiten Lena und Lisa mit ihren Schulkameraden gesundes Fingerfood zu.