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Gute Chancen für Halt des Rhein-Ruhr-Expresses in Benrath

Gute Chancen für Halt des Rhein-Ruhr-Expresses in Benrath

Das Bundesverkehrsministerium hat den Regionalhalt als vordringliches Projekte eingestuft. Das steigert die Wahrscheinlichkeit.

Hilden/Benrath. Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Nordrhein-Westfalens. Komfortable und schnelle Züge sollen im 15-Minuten-Takt in Zukunft die Metropolen des Landes zwischen Köln und Dortmund verbinden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Rhein-Ruhr-Express (RRX) künftig auch in Benrath hält, ist stark gewachsen. Das Bundesverkehrsministerium hat die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen.

Das Verkehrsministerium hatte vor zwei Monaten einen Plan mit wichtigen Verkehrsprojekten veröffentlicht und den Projekten Dringlichkeitsstufen verpasst. In der Rangfolge dieser Stufen werden die Projekte umgesetzt. Der RRX als Ganzes erhielt die Einstufung „Vordringlicher Bedarf“. Ob dies auch mit einem Regionalhalt in Benrath verbunden wird, war zu diesem Zeitpunkt offen. Das setzte voraus, dass die Nachfrage in Benrath geprüft wurde. Nach den allerersten Planungen sollte der Schnellzug RRX auf dem Weg zwischen Köln und Düsseldorf-Hauptbahnhof durchfahren. Die Aufnahme des Haltes in Benrath würde Umbaukosten in Höhe von über 100 Millionen Euro mit sich bringen.

Das Ministerium hat einen neuen Entwurf seines Bundesverkehrswegeplans 2030 veröffentlicht. Darin steht auch der Halt in Benrath sowie ein Gleisausbau zwischen Reisholz und Benrath — versehen mit dem Prädikat „Vordringlicher Bedarf“. Das bedeutet, dass die Düsseldorfer und Hildener Politiker in Bund, Land und Kommune offensichtlich mit ihren Argumenten überzeugt haben. Sie hatten unter anderem aufgezeigt, wie sich die Bevölkerungszahlen im Düsseldorfer Süden entwickeln und welche Bedeutung der Halt auch für die Nachbarstädte hat. Ein Votum des Regionalrats hat dabei für zusätzliche Unterstützung gesorgt. „Für die Menschen im Süden der Stadt ist das eine großartige Nachricht“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus. Alle Lokalpolitiker hatten darauf verwiesen, dass zum einen entlang der Paulsmühle zwei neue Wohnquartiere entstehen sowie gerade das Albrecht-Dürer-Berufskolleg neu gebaut wird. In dieses gehen Schüler nicht nur aus Düsseldorf, sondern auch aus Neuss oder dem Kreis Mettmann. Der Rat der Stadt Hilden hatte bereits 2012 den Landtag, die Verkehrsminister von Land und Bund sowie die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr aufgefordert, sich für den RXX-Halt Benrath einzusetzen. Dort steigen täglich 5000 bis 6000 Fahrgäste um.

Die Projekte erhalten im Bundesverkehrswegeplan ihre Stufe abhängig von ihrem Kosten-Nutzen-Verhältnis, der verkehrlichen Bedeutung für eine Region und den damit verbundenen Umweltrisiken. „Vordringlicher Bedarf“ ist dabei die höchste Stufe und geht einher mit der hohen Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt Wirklichkeit wird — anders als zum Beispiel Projekte der Kategorie „Weiterer Bedarf“.

Der Entwurf für den Verkehrswegeplan 2030 geht im nächsten Schritt in die unterschiedlichen Ressorts und soll dann vom Kabinett beschlossen werden. Der Deutsche Bundestag in Berlin wird letztlich beschließen.