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Großer Andrang bei mobiler Impfaktion in Haan

Haan : Mobile Impfaktion ist ein großer Erfolg

Wenn die Menschen nicht ins Impfzentrum kommen, muss die Impfung zu ihnen kommen. Deshalb stand am Samstag ein Impfmobil in der Haaner Innenstadt. Wochenmarkt-Einkauf mit Immunisierung: Das kam bei vielen gut an.

. Eine beachtliche Schlange hat sich vor dem Impfwagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gebildet. Er steht gut sichtbar auf dem Wochenmarkt vor der Stadtbibliothek. Keiner ist ungeduldig oder genervt. Alle stehen geduldig, mit Maske und Abstand, und warten, bis sie an der Reihe sind.

Die niederschwelligen Sonderimpfaktionen, die der Kreis Mettmann überall in den Kreisstädten anbietet, wird auf dem Haaner Neuen Markt sehr gut angenommen. „Die ersten standen schon kurz nach sechs hier“, erzählt Evelyn Lenzing vom DRK. „Da hatten wir noch gar nicht fertig aufgebaut.“

Start der Impfaktion ist um 7 Uhr. Alle Impfwilligen ab 16 Jahren konnten sich zwischen 7 und 13 Uhr zur Corona-Immunisierung einfinden. Geimpft wurde mit den Impfstoffen von Biontech und Johnson & Johnson. „Die Nachfrage ist einigermaßen ausgeglichen“, meint Evelyn Lenzing. „Ein bisschen mehr wird Johnson & Johnson verlangt.“ Das wundert nicht, braucht es doch bei diesem Impfstoff nur eine einzige Injektion.

Ein Haaner Bürger, der in der Schlange steht, lässt sich mit Biontech imunisieren, da er sich hier seine Zweitimpfung abholen möchte. „Die erste habe ich bei der Hausärztin bekommen“, verrät er. Er habe sie sehr gut vertragen und hofft nun, dass es bei der zweiten genauso sein wird.

Erfahren hat er von der Impfaktion über Facebook. „Die Bürgermeisterin hat gepostet und aufgerufen, sich hier impfen lassen.“ Also hat er die Gelegenheit genutzt und sich zur Sonderimpfaktion eingefunden.

In der Zeitung von der Aktion gelesen hat eine Haanerin, die mit ihrer 19-jährigen Tochter gekommen ist. „Ich bin schon zweimal geimpft“, verrät die Mutter. Müdigkeit und Schmerzen im Arm als Impffolgen seien erträglich gewesen. „Ich begleite heute meine Tochter. Sie hat ein bisschen Angst vor Spritzen.“

Timo nicht. Der 18-Jährige hat durch die sozialen Medien von der Sonderimpfaktion auf dem Neuen Markt erfahren. „Ich habe lange überlegt, ob ich es machen soll oder nicht“, gibt er zu. „Wenn man die ganzen Diskussionen rund um die Impfstoffe und die Nebenwirkungen und Folgeerscheinungen verfolgt hat, gibt einem das nicht wirklich ein sicheres Gefühl.“ Auch sei der Impfstoff doch ziemlich schnell entwickelt worden, findet der junge Mann.

„Die Pharmaunternehmen, die Zulassungsbehörden und die Politik standen ganz schön unter Druck und haben das Zeug ungewöhnlich schnell freigegeben“, meint Timo.