Großbrand an der Böttingerstraße hält die Haaner Feuerwehr in Atem

Großbrand an der Böttingerstraße hält die Haaner Feuerwehr in Atem

Zwischen 6 und 18 Uhr waren bis zu 90 Einsatzkräfte vor Ort. Das Gebäude ist einsturzgefährdet.

Haan. Mit Kettensägen bahnten sich die Einsatzkräfte auf dem Dach ihren Weg, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen: Ein Brand an der Böttingerstraße hat am Sonntagmorgen hohen Schaden in einem Industriebetrieb angerichtet. Eine Halle ist einsturzgefährdet. Das Lagergut — Computerzubehör wie Papier und Drucker-Kopier-Multifunktionsgeräte — ist komplett zerstört.

Der Einsatz für die Haaner Feuerwehr dauerte von 6 bis 18 Uhr. Währenddessen waren zeitweise bis zu 90 Kräfte im Einsatz. Dazu gehörten auch Helfer des Roten Kreuzes. Der Rettungsdienst untersuchte an der Einsatzstelle einen Mitarbeiter der Feuerwehr, der Brandrauch eingeatmet hatte. Wie der Sprecher der Haaner Feuerwehr, Mirko Braunheim, mitteilt, blieb er aber unverletzt und ist wohlauf.

Gegen 6 Uhr hatte am Sonntag ein Autofahrer Flammen in dem Gewerbebetrieb bemerkt und den Notruf gewählt. Viele Haaner kennen den Industriestandort an der Böttingerstraße mit seinen markanten Sheddächern. Dort war einst die Besteck-Fabrik „Michelin“ angesiedelt. Sie ging 2012 in die Insolvenz. An den Standort zog Kleingewerbe.

Der Brand war in der Lagerhalle eines Betriebs für Computerzubehör entstanden. Ein Raum von 20 mal 20 Metern stand vollständig in Flammen. Daher wurde in Haan und Gruiten Sirenenalarm ausgelöst, um alle verfügbaren Kräfte heranzuziehen. Auch die Feuerwehren Erkrath und Hilden halfen.

Wie Braunheim berichtet, drohte das Feuer schon in einer sehr frühen Phase auf eine benachbarte Halle desselben Betriebs überzugreifen. Letztlich wurde zwar auch ihr Dach durch die Flammen erfasst. Doch durch massiven Einsatz von Löschwasser konnte die Feuerwehr schließlich eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern.

Im Laufe des Einsatzes stellte sich heraus, dass die brennende Lagerhalle nicht mehr betreten werden konnte, weil Einsturzgefahr drohte. Die übrigen Bereiche wurden durch Rauch, Ruß und Löschwasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Das Dach mussten die Einsatzkräfte öffnen, um mit Hilfe von Wärmebildkameras nach Brandnestern zu suchen. Die Böttingerstraße blieb bis zum Ende des Einsatzes gegen 18 Uhr gesperrt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat den Unglücksort beschlagnahmt und ermittelt.

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