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Gesundheitsamt eröffnet im Kreis Mettmann dezentrale Impfstellen

Impfoffensive im Kreis Mettmann : Kreis: Impfstellen werden eingerichtet

Der Kreis Mettmann setzt bei der Bekämpfung der vierten Corona-Welle auf Impfungen. Die mobilen Aktionen sollen in den kommenden Tagen durch einen Impfbus unterstützt werden. Außerdem plant das Gesundheitsamt kleine Impfzentren in einigen Städten.

Wir befinden uns mitten in der vierten Corona-Welle, die Inzidenz steigt von Tag zu Tag. Auch wenn der Kreis Mettmann mit einem Wert von 173,7 im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (312,4) noch recht gut da steht, verstärkt das Gesundheitsamt seine Anstrengungen, die Infektionen weiter einzudämmen. Wie Sprecherin Daniela Hitzemann bestätigt, sollen dafür in den kommenden Tagen im gesamten Kreis Mettmann Impfstellen eingerichtet werden. Bisher steht nur der Standort in Velbert fest: Bereits an diesem Samstag und Sonntag, 20. und 21. November, 10 bis 18 Uhr, können sich Menschen an der Fontanestraße 7 (Zugang erfolgt über Papenfeld 12) impfen lassen. Über die weiteren Öffnungszeiten werde Anfang der Woche entschieden.

In den Impfstellen sind laut Kreis Erst-, Zweit- und Drittimpfungen möglich. „Auffrischungsimpfungen können sechs Monate nach der Zweitimpfung sowie vier Wochen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson durchgeführt werden. In Velbert wird mit dem Impfstoff von Biontech geimpft. Es ist kein Termin erforderlich“, hieß es weiter. Um Wartezeiten zu verkürzen bittet der Kreis Mettmann, bereits vorab das Aufklärungsmerkblatt sowie den Anamnese- und Einwilligungsbogen des Robert-Koch-Instituts ausgefüllt mitzubringen. Sobald weitere Adressen und Starttermine feststehen, wende sich der Kreis an die Öffentlichkeit, erklärt Daniela Hitzemann.

Impfquote liegt im
Kreis bei 64,1 Prozent

Das zentrale Impfzentrum in Erkrath war zu Ende September geschlossen worden. Nun sollen in einigen Städten wieder kleine Impfzentren eröffnet werden, um die immer größer werdende Nachfrage nach Booster-Impfungen befriedigen zu können. „Unsere mobilen Angebote werden sehr gut angenommen, dort haben wir ordentlich Zulauf“, sagt Daniela Hitzemann. Die Menschen kämen weniger wegen der Erst-Impfung, sondern vor allem für die dritte Dosis.

Der Kreis Mettmann steuert aber nicht nur im Bereich der stationären Impfstellen nach, auch der mobile Bereich wird ausgebaut: „Wir werden schon bald mit einem Impfbus durch den Kreis fahren“, erklärt Daniela Hitzemann. Die Impfquote im Kreis Mettmann liegt aktuell bei 64,1 Prozent. 310 224 Menschen haben laut Kassenärztlicher Vereinigung bis Dienstag ihre komplette Impfdosis erhalten. Seit Anfang September erhalten zunächst Senioren ihren dritten Piks, die sogenannte Booster-Impfung. Wie viele Menschen sich bisher bereits zum dritten Mal geimpft haben lassen, ist nicht genau bekannt.

Das Gesundheitsamt hat unterdessen aufgerüstet und weitere Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung eingestellt. „Wir haben seit September 54 neue Mitarbeiter eingestellt“, sagt Daniela Hitzemann. Ingesamt kümmern sich jetzt 189 Menschen auf 142 Vollzeitstellen um die Kontaktnachverfolgung. Vor einigen Wochen hatte es scharfe Kritik gegeben, weil Kontaktpersonen teilweise erst einen Tag vor Ablauf der Quarantäne eine Verfügung zugestellt bekommen hatten und bis dahin unwissend ihrem Alltag nachgingen.