Haan : Früheres Gemeindehaus macht Platz für Sozialwohnungen

Die evangelische Gemeinde will auf ihrem Grundstück Flemingstraße 26 14 öffentlich geförderte Wohnungen bauen. Das Projekt stößt bei Politik auf viel Zustimmung und Lob.

Die evangelische Kirchengemeinde Haan plant, ihr altes Gemeindehaus auf dem Grundstück Flemingstraße 26 abzureißen. Entstehen soll dort stattdessen ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 14 Wohnungen. Der Clou dabei: Bei den Einheiten handelt es sich ausschließlich um Sozialwohnungen. Das Projekt wurde jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr (SUVA) vorgestellt und erntete durchweg Lob.

Für das Projekt hatte die evangelische Kirchengemeinde bereits im Mai beantragt, den Bebauungsplan für das Grundstück zu ändern, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines Mehrfamilienwohngebäudes im öffentlich geförderten Geschosswohnungsbau zu schaffen. Bisher ist das Gelände als Gemeindebedarfsfläche mit der Zweckbestimmung „kirchliche Anlage“ festgesetzt. Das soll nun in ein allgemeines Wohngebiet umgeändert werden.

Die Zugänge zu den Gebäuden werden der Projektbeschreibung zufolge zur Flemingstrasse Richtung Nord-Westen hin ausgerichtet. Die Wohn- und Aufenthaltsräume orientieren sich zum Garten Richtung Südosten. Jede Wohnung verfügt über eine barrierefreie Terrasse, beziehungsweise Loggia, die im sogenannten Rücksprung angelegt sind und sich durch die daraus resultierende Privatsphäre auszeichnen.

Die Treppenhäuser verfügen alle über einen Aufzug

Die Treppenhäuser wurden gemäß der Vorgabe der Barrierefreiheit hin geplant und verfügen jeweils über einen entsprechenden Aufzug. Alle Geschosse, sowie Keller und Tiefgarage sind barrierefrei erreichbar. Die Zufahrt zur Tiefgarage befindet sich, abgerückt vom Verkehrsknotenpunkt, an der westlichen Seite des geplanten Gebäudes. Dort sollen sechs von 16 Pkw-Stellplätzen untergebracht werden. Auch Fahrrad-Abstellplätze sollen sowohl in der Tiefgarage als auch oberirdisch entstehen. Einen Spielplatz soll es auch geben – der wird aber erst im Zuge der Planung des Außengeländes ­entworfen.

Das Grundstück ist derzeit mit dem ein- bis zweigeschossigen Gemeindezentrum bebaut. „Neben den baulichen Anlagen der Kirche (Gemeindezentrum, Garage, Stellplätze) ist das Grundstück durch Zierrasen mit wenigen Einzelbäumen geprägt”, heißt es in der städtischen Beschlussvorlage. Bezüglich der Haaner Baumschutzsatzung sei festzuhalten, dass „die Gehölze entweder nicht unter den Schutz der Satzung fallen (Atlaszeder im Norden), oder unter die Ausnahmeregelung des Paragrafen 3 der Satzung fallen, da eine nach baurechtlichen Vorschriften statthafte Nutzung sonst nicht oder nur unter wesentlichen Beschränkungen verwirklicht werden könnte (Birken, Blutbuche).“ Ein zwingender Erhalt der Bäume sei somit nicht vorgegeben. „Bei Fällung der zwei Bäume ist jedoch ein entsprechender Antrag gemäß Baumschutzsatzung zu stellen und es sind Ersatzpflanzungen vorzunehmen“, heißt es weiter.

Das Haus an der Kirche wird derzeit saniert und erweitert

Die evangelische Gemeinde Haan nimmt im Moment viel Geld in die Hand. Sie will die Gemeindearbeit im Zentrum von Haan zusammenzuführen. Das ist das Ziel. Deshalb investiert die Gemeinde fast 2,5 Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung des Hauses an der Kirche an der Kaiserstraße. Anfang 2021 soll alles fertig sein.