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Förderverein schenkt Gymnasium digitale Endgeräte für 22.000 Euro

NRW : 60 neue iPads für das Gymnasium

Der Förderverein hat dem Gymnasium digitale Endgeräte für 22.000 Euro geschenkt. Die iPads sollen vor allem bei naturwissenschaftlichen Experimenten  zum Einsatz kommen.Der digitale Standard der Schulen wird immer besser.

(peco) Vor einer Woche empfing Dirk Wirtz, der neue Leiter des städtischen Gymnasiums Haan, den Vorstand des Fördervereins der Schule in seinem Büro – und der war nicht mit leeren Händen gekommen. Markus Conrad, Vorsitzender des Vereins, übergab 60 iPads, also gewissermaßen zwei komplette Klassensätze im Wert von insgesamt 22 000 Euro.

Der Wunsch sei aus dem naturwissenschaftlichen Bereich der Schule an die Förderer herangetragen worden, hieß es. Denn gerade in Physik, Biologie oder Chemie stellten die Digitalgeräte oft eine entscheidende Hilfe bei der Umsetzung oder Auswertung von Experimenten dar. „Messungen durchführen, Videos drehen, aber eben auch bestimmte naturwissenschaftliche Apps nutzen – dafür sind die iPads bei uns gedacht“, berichtet Dirk Wirtz. Die Lehrer könnten die Geräte für ihre Klassen oder Kurse buchen, aufbewahrt würden diese zwischen den Einheiten dann im Schultresor. Es sind also keine Geräte, die Schüler mit nach Hause nehmen. Gleichwohl ist Haan auf dem Weg zur Ausstattung aller Schüler mit digitalen Endgeräten bereits ein gutes Stück vorangekommen. Die ist mittlerweile das erklärte Ziel seit den Haushaltsberatungen im Frühjahr. Dort hatte sich gezeigt, dass entgegen der ursprünglichen Idee, zwei Schüler könnten sich ein iPad teilen, mehrheitlich doch eine stufenweise Vollausstattung an den weiterführenden Schulen in Haan angestrebt wird. Im März waren dann auch die bereits Monate zuvor von der Stadt bestellten iPads eingetroffen und konnten endlich an jene Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden, die noch über kein geeignetes Endgerät verfügten, um am digitalen Unterricht teilzunehmen.

Der Corona-bedingt weltweit stark angestiegene Bedarf hatte bei Apple zu erheblichen Lieferverzögerungen geführt. Viele Schüler waren daher von Verwandten mit eigenen Endgeräten ausgestattet worden. Allerdings herrsche in einigen Familien noch immer ein deutlicher Mangel, führte Schuldezernentin Annette Herz seinerzeit aus. Nahezu alle Familien, die einen entsprechenden Bedarf geltend gemacht hatten, haben inzwischen ein Leihgerät der Stadtverwaltung erhalten. Stellvertretend für alle Haaner Schulleitungen hatte der Leiter der Grundschule Mittelhaan, Michael Jans, die Stadt bei der Konfiguration der Geräte unterstützt. Damit sei sichergestellt, dass die Geräte den Anforderungen an den digitalen Unterricht entsprechen und hierfür direkt eingesetzt werden können, heißt es. Wie wichtig das auch für das spätere Berufsleben ist, machte Dirk Wirtz jetzt noch einmal deutlich: „Wo Sie früher an ihrem ersten Arbeitstag vielleicht einen Block und Stifte vorgefunden haben“, sagte er, „erwartet Sie heute ein Laptop oder iPad.“