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Fabry-Museum öffnet die Ausstellung wieder für Besucher

Hilden : Das Wilhelm-Fabry-Museum kommt wieder in Schwung

Das Wilhelm-Fabry-Museum ist wieder geöffnet und präsentiert die Ausstellung „Danke Maus!“ gemäß der geltenden Corona-Hygiene-Vorschriften. Sie wurde verlängert und endet nun erst am 13. September 2020.

Von wegen „Aus die Maus!“. Der Hommage an die Labor-Mäuse, die das Fotografen-Paar Heidi und Hans-Jürgen Koch fotografiert und am 8. März im Rahmen der Ausstellung „Danke, Maus!“ im Wilhelm-Fabry-Museum präsentiert haben, ist zumindest künstlerisch ein längeres Leben beschert worden. Die Ausstellung, die bis zum Corona-Lockdown lediglich nur wenige Tage zu sehen war, endet nun erst am 13. September. „Es war für uns ein Schock, umso glücklicher sind wir jetzt, dass wir, wenn auch unter Einschränkungen, das Museum wieder öffnen können“, sagt Museumsleiterin Sandra Abend, die in den Wochen des Stillstands neue Formen der Erreichbarkeit und der Verbreitung gesucht und gefunden hat.

Gruppenbesuche und Führungen sind wegen Corona ausgefallen

Leider seien Gruppenbesuche, Führungen und das Rahmenprogramm der Zwangsschließung zum Opfer gefallen, obgleich das Thema Tierversuche zur Corona-Zeit überaus aktuell ist, so Abend. Stattdessen hat das Museumsteam das „Magazin zur (un-)gesehenen Ausstellung“ konzipiert und mit finanzieller Hilfe von 3 M realisiert. In dem Heft können die Einführungsrede von Michael Ebert ebenso wie Interviews mit Heidi und Hans-Jürgen Koch, dem Philosophie-Professor Dieter Birnbacher sowie dem Zoologen Wolfgang Gettmann nachgelesen werden. Eigentlich sollten Birnbacher („Von Mäusen und Menschen – Tierversuche aus Sicht der Tierethik“) und Gettmann („Mäuse im Rampenlicht der Zoologie“) Vorträge als Rahmenprogramm der Ausstellung im Fassraum des Museums ­halten.

„Wir hoffen, diese noch nachholen zu können, der 460. Geburtstag Wilhelm Fabrys, der am 25. Juni gemeinsam mit dem Museums- und Heimatverein groß gefeiert werden sollte, wird allerdings erst 2021 nachgefeiert“, erklärt Sandra Abend.

Wer die Ausstellung „Danke Maus“ sehen will, hat dazu samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils zwischen 11 und 17 Uhr Gelegenheit. Eine Museumsmitarbeiterin hinter Acrylglas achtet darauf, dass die Hygiene-Regeln eingehalten werden. So dürfen nie mehr als vier Personen, die sich im Vorfeld telefonisch anmelden und beim Museumsbesuch eine Mund-Nasen-Maske tragen müssen, im Ausstellungsraum befinden.

„Ich finde die gesamten Rahmenbedingungen seltsam, aber völlig einsehbar“, erklärt Karin Huhle, die sich selbst als „Verfechterin von Vorsicht“ bezeichnet. „Ich mag Mäuse, und wie es gelungen ist, deren Eigenschaften fotografisch herauszuarbeiten, ist herausragend, und daher möchte ich die Ausstellung sehr empfehlen“, so Karin Huhle. Mit der limitierten Verweildauer im Museum hat sie kein Problem. „Die Anzahl der Bilder ist überschaubar, und 30 Minuten reichen, um die alle Eindrücke aufzunehmen“, so die Hildenerin, die gern Museen besucht.

Regelmäßige Besucher sind auch Jan Austen und Sohn Jason. „Ich fand die Anmeldung per Telefon ideal, da man sofort ein definitives Zeitfenster erhielt“, sagt Jan Austen, der von der Ausstellung gehört hatte, aber vor dem plötzlichen Lockdown keine Gelegenheit mehr zum Besuch fand.

Auch die Kinder-Artothek des Museums ist wieder geöffnet

Naturwissenschaftliches Interesse aber auch Fragen der Tierethik bewegten Jason Austen, die Ausstellung zu besuchen. „Ich bin gegen Tierversuche, da sie meist keinen wissenschaftlichen Nutzen bringen“, so der Schüler des Helmholtz-Gymnasiums, der froh ist, dass er nun auch wieder schöne Bilder aus der Kinder-Artothek des Museums, mit denen er regelmäßig sein Zimmer schmückt, ausleihen kann.