Eingang zur Innenstadt erhält neues Gesicht

Eingang zur Innenstadt erhält neues Gesicht

Stadt Hilden will die Kreuzung Kronengarten/Heiligenstraße optisch neu gestalten.

Hilden. Die Kreuzung Am Kronengarten / Heiligenstraße /Warrington-Platz ist einer der Eingänge zur Fußgängerzone — und soll deshalb im Rahmen des Innenstadt-Konzepts aufgewertet werden. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses haben jetzt einstimmig (bei einer Enthaltung) einen Entwurf gebilligt.

So wenig Veränderung für so viel Geld (526 000 Euro, wobei das Land möglicherweise 220 000 Euro übernimmt): Vielen Stadtverordneten war ihre Enttäuschung anzumerken. „Wir hätten gerne mehr gemacht“, bat Baudezernentin Rita Hoff um Verständnis: „An der Stelle muss etwas geschehen. Und wir haben nur ein sehr sehr knappes Budget.“ Die Funktionalität stehe im Mittelpunkt und müsse stimmen. Damit wollte Rita Hoff sagen: Die Verkehrsbeziehungen lassen sich an dieser Stelle nicht verändern.

Die Ausfahrt der privaten Tiefgarage mündet unmittelbar auf der Kreuzung Heiligenstraße/Am Kronengarten. Für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sei die Situation „komplex und uneindeutig“, erläuterte der beauftragte Planer Architekt Georg Verhas aus Düsseldorf — weil Autos aus der Tiefgarage für andere Verkehrsteilnehmer häufig unvermittelt auf der Kreuzung auftauchen. Durch unterschiedliche Pflaster will er die Orientierung verbessern. Das Geländer der Tiefgaragen-Zufahrt hat Bestandsschutz, ist mit 90 Zentimetern nach heutiger Norm zu niedrig. Verhas will es durch ein neues 1,30 Meter hohes elegantes Geländer ersetzen und mit einer LED-Beleuchtung „inszenieren“. Dazu soll die Zufahrt gestrichen werden. Der private Eigentümer würde dem wohl zustimmen. Die Kosten (47 000 Euro) müsste die Stadt übernehmen. Die Hecke über der Tiefgarageneinfahrt wird gekürzt und erhält eine Sitzbank.

Friedhelm Burchartz, Allianz

Unverzichtbar sind für Hoff die beiden vorhandenen Behindertenparkplätze auf der Heiligenstraße, zwei Stellplätze Am Kronengarten sowie Gehwege auf Privatgelände. Dafür (38 000 Euro) gibt es keine Zuschüsse. Statt eines Ginkgos soll ein einheimischer Baum gepflanzt werden, verlangte Jürgen Scholz für die SPD: „Ginkgos können stinken.“

„Was passiert hier außer Kosmetik?“, fragte Ludger Reffgen (BA): „Mir ist das zu wenig Veränderung.“ Das sei und bleibe primär eine Kreuzung und keine große Bühne, sagte dazu Planer Georg Verhas. Er habe versucht, zu reduzieren und dadurch eindeutig zu werden. „Wir geben viel Geld aus und wechseln nur das Pflaster“, kritisierte Friedhelm Burchartz (Allianz). In der Heiligenstraße muss noch ein neuer Regenwasserkanal gebaut werden. Muss dann die frisch umgestaltete Kreuzung Am Kronengarten wieder aufgebuddelt werden?, fragte Susanne Vogel (Grüne). Nein, versicherte Dieter Drieschner, Sachgebietsleiter Stadtentwässerung: „Dort sind die Kanäle bereits saniert.“ Der neue Kanal in der Heiligenstraße (Richtung Kirchhofstraße) soll ab 2020/21 angelegt werden. Zuvor müsse noch ein Vorfluter in der Kirchhofstraße vergrößert werden. Deshalb werde die Heiligenstraße erst nach 2021 neu gemacht.