Ein Sonntag mit Programm

Martinsmarkt, verkaufsoffener Sonntag, Radtour und Martinsfeuer: Die Aktionsgemeinschaft „Wir für Haan“ sorgte am Sonntag für reichlich Abwechslung.

Haan. Schon am frühen Nachmittag hat es sich am Sonntag auf dem Neuen Markt geknubbelt. Der Martinsmarkt lud dazu ein, Freunde und Bekannte zum gemütlichen Plausch zu treffen. Und so manche Küche blieb kalt, denn es duftete abwechselnd nach Flammkuchen, Gegrilltem und allerlei anderen exotischen Köstlichkeiten.

Während der Markt inzwischen längst zu einer Traditionsveranstaltung geworden ist, zu der am Abend auch das Martinsfeuer und der Umzug durch die Stadt gehörten, war Sonntag zum ersten Mal die Radtour „Rund um Haan“ dazu gekommen. „Das war früher eine Einzelveranstaltung, die immer im September stattfand. Jetzt wollten wir mal etwas Neues ausprobieren und haben beides zusammengelegt“, erläuterte Stefan Wassermann von der Aktionsgemeinschaft „Wir für Haan“, einer der Organisatoren des Festes.

67 Fahrer radelten am Sonntag die 15 Kilometer. Meist über Straßen, denn auf Strecken, auf denen es hätte matschig sein können, hatten die Organisatoren verzichtet. „Das hätte um diese Jahreszeit ungemütlich werden können“, sagte Wassermann und war mit dem Erfolg der Veranstaltung, die unter dem Motto „Elektromobilität“ gestellt hatte, zufrieden: „Alles ist problemlos verlaufen. Es gab keine Unfälle“, so sein Fazit. Passende Informationen zum Thema E-Bikes bot Markus Mattern vom gleichnamigen Radsportgeschäft in Haan. „Gerade nach den E-Bikes wird verstärkt gefragt. Da geht es ums Gewicht der Räder, die Schiebehilfe, wenn man das Rad beispielsweise in den Keller tragen will, vor allem aber um die Reichweiten, die inzwischen schon zwischen 80 und 180 Kilometern liegen“, sagte Markus Mattern und lud auch gleich zum Probefahren ein.

Gut besucht war auch die Autoausstellung. Fragen zur neuen Technik und dem Benzinverbrauch waren dort die Themen: „Wir sind sehr zufrieden“, hieß es an den Infoständen der Händler, die ihre aktuellsten Modelle mitgebracht hatten.

Nicht ganz zufrieden war Christoph Nöcker vom gleichnamigen Sportgeschäft. „Ob es sinnvoll ist, an so einem verkaufsoffenen Sonntag die Besucher erst einmal mit dem Fahrrad wieder aus der Stadt herauszuschicken, das ist fraglich“, sagte er, war aber davon abgesehen zufrieden: „Die Leute kommen ins Geschäft und kaufen in Ruhe ein. So soll es ja sein.“ Am Nachmittag sorgten die „Florians-Musikanten“ für beschwingte Töne, die am Abend den Martinszug auch den begleiteten, hatte weiter oben die „Närrische Zelle Haan“ kölsche Musik aufgelegt.

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