Der erste Bauabschnitt ist fertig

Etwa 3,5 Millionen Euro hat der Umbau der Kreuzung in Oberhaan gekostet. 2018 folgen noch die beiden Anschlüsse an die Autobahn.

Haan. Auf rund 3,5 Millionen Euro dürften sich am Ende die Kosten für den Um- und -Ausbau der Kreuzung von Elberfelder Straße (B 228) mit Grärather und Gruitener Straße (L 357) summieren. Nach 13 Monaten ist der erste Bauabschnitt vollendet. Und erste Beobachtungen zeigen, dass die Verkehrsmengen deutlich geschmeidigen den Knotenpunkt in Oberhaan passieren als je zuvor. Einzelne Punkte müssen sich noch einspielen, anders vielleicht noch nachgebessert werden. Fest steht: Keine Straßenbaumaßnahme im Stadtgebiet war bisher aufwendiger. Gestern zogen Tiefbauamtsleiter Guido Mering und Thorsten Fischer als Bauleiter eine positive Bilanz des Projektes, das die Stadt Haan für den Baulastträger Straßen NRW geplant und umgesetzt hat.

Es hat sich eine Menge verändert in Oberhaan: Drei frühere Eckhäuser sind für den erweiterten Verkehrsknoten gekauft und abgerissen worden. Die Gebäude zwischen der Südseite der Gräfrather Straße — zwischen Elberfelder und Hunsrückstraße — stehen jetzt hinter einer sechs Meter hohen Lärmschutzwand. Die früheren großen Vorgärten sind Fahrbahn und Stellplatz geworden.

Die Gräfrather Straße ist jetzt vierspurig. Es gibt einen separaten Rechtsabbieger-Bypass in die Elberfelder Straße. Die gleiche Konstruktion macht auch das Rechtsabbiegen von der Gruitener Straße in Richtung Haan flüssiger. Neben zwei Spuren in Richtung Autobahn gibt es auf der Gruitener Straße auch zwei Spuren aus Richtung A 46, die sich nach etwa 150 Metern verjüngen auf eine Spur.

Die frühere Drei-Phasen-Ampel (einmal Grün für die Elberfelder Straße in beide Richtungen und versetzt Grün für die Gräfrather und die Gruitener Straße) ist nun eine verkehrsabhängig gesteuerte Ampelanlage geworden. Fußgänger haben jetzt über alle Fahrbahnen Querungsmöglichkeiten. Für den Panorama-Radweg wurde eine Bedarfsampel installiert.

Viele Jahre hatten die Planer auf einen Kreisverkehr als Lösung für den Verkehrsknoten gesetzt. Doch Verkehrszählungen und Analysen zeigten, dass der Kreisel zweispurig gebaut werden müsste. Und dazu fehlte wegen der Bebauung der Platz. Eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 zeigte die tägliche Belastung des Verkehrsknotens auf: aus Richtung Autobahn rollen 12 700 Fahrzeuge an, aus Richtung Innenstadt 11 200 Fahrzeuge, aus Gruiten 9800 Fahrzeuge und von Wuppertal aus 5800 Fahrzeuge.

Was für alle Baumaßnahmen gilt, trat auch beim Kreuzungsumbau auf: Es gab Unerwartetes. Beim Kanalbau fand sich ein Felssattel im Untergrund, am oberen Ende der Elberfelder Straße lagen Versorgungsleitung nicht dort, wo sie hätten sein sollen. Also musste die Straße gesperrt und Leitungen verlegt werden.

Anwohner der Kreuzung müssen sich umgewöhnen, weil sie von ihren Grundstücken nicht mehr links abbiegen können — bei vierspurigen Straßen ist das die Regel. Deshalb hat die Stadt die Hunsrückstraße in Richtung Stadtmitte geöffnet. Nach dem Abbiegen auf die Elberfelder Straße kann man in Richtung Stadtmitte drehen, um in Richtung Autobahn abbiegen oder auch von der Gruitener Straße aus rechts auf die Tankstelle abbiegen zu können.