Haan : Hilfe für Angehörige von Demenzkranken

Die Arbeiterwohlfahrt bietet zahlreiche Veranstaltungen und Seminare an.

Die Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Haan sind sich einig, dass die kürzlich errechnete Zahl von 500 in Haan bekannten Demenz-Erkrankten inzwischen überschritten wurde. „Es wird also Zeit, die Angehörigen der erkrankten Menschen noch mehr zu unterstützen. Und auch soll die bisherige Tätigkeit des Demenznetzes verstärkt in den Vordergrund gerückt und den betroffenen Angehörigen vermittelt werden“, sagt Jutta Barz, die Leiterin des Awo-Treffs für Alt und Jung an der Breitenhoferstraße.

Ein sogenannter Angehörigenabend – ein Runder Tisch für Angehörige, Pflegende und Betreuende von Menschen mit Demenz – konnte die Awo bereits etablieren. Dort trifft man sich dienstags von 19 bis 21 Uhr. Zudem bietet die Awo seit Juni 2018 eine Demenzsprechstunde an jedem vierten Mittwoch im Monat von 17 bis 18 Uhr an. Geleitet wird die Sprechstunde von Annelie Gilles, einer erfahrenen Krankenschwester, die sich zum Thema Demenz fortgebildet hat. Gilles beantwortet Fragen zu Themen wie Pflege und Betreuung.

Gerontologe gibt Wissen auf ehrenamtlicher Basis weiter

Eine neue Initiative zur Weiterbildung von beruflich Pflegenden im Kreis Mettmann hat der Haaner Sven Lind ins Leben gerufen. Die Awo hat seine Idee aufgegriffen. Der promovierte Fachmann für Gerontologie hat schon seit Jahrzehnten Erfahrung mit Aus- und Weiterbildung für Pflegende von an Demenz erkrankten Patienten. Nun will er auf ehrenamtlicher Basis dieses Wissen an Fachpersonal in Haan und im Kreis Mettmann weitergeben. Der Gedanken- und Erfahrungsaustausch des Pflegepersonals sei sehr wichtig, sagt Lind.

In seinem Buch „Fortbildungsprogramm Demenzpflege“ beschreibt der Fachmann zum Beispiel sogenannte Präventionskonzepte. Das seien Anpassungsstrategien im Umgang mit Demenzkranken, um dem Patienten wie dem Pflegenden das Leben zu erleichtern. Am Dienstag, 24. September, von 15 bis 17 Uhr, erhalten Demenzpflegende mehr Informationen über diese Maßnahme.

Das vierte neue und aktuelle Projekt für pflegende Angehörige ist ein Kurs zur Basisqualifizierung mit Referenten aus dem Kreis Mettmann. Der Kurs dauert vom 30. September bis 2. Dezember und umfasst elf Vortragsabende, jeweils montags. Der Kurs wird begleitet von Lebenshilfe-Coach Mabel Stickley. Die Kursgebühr beträgt 140 Euro. Eine kostenlose Informationsveranstaltung findet am Montag, 16. September, um 18 Uhr statt. Alle Termine sind im Awo-Treff in Haan. Der Kurs wird organisiert vom Demenznetz Haan in Kooperation mit der Volkshochschule Hilden-Haan. Dort muss auch die Teilnahme gebucht werden. Im kommenden Jahr wird dann ein vergleichbarer Kurs in Hilden angeboten.

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