Bürgerverein hat noch viele Ziele

Der Vorstand des Gruitener Bürger- und Verkehrsvereins wurde einstimmig bestätigt. In diesem Jahr haben die Mitglieder viel vor.

Haan. Wolfgang Stötzner hatte sich vor seinem Amtsantritt als Vorsitzender des Bürger- und Verkehrsvereins selbst eine Frist gesetzt. Drei Jahre wollte er den Verein führen, der im Spätsommer sein 90-jähriges Bestehen feiert. Diese Zeit ist jetzt zwar um. „Aber: Es macht Spaß und die Arbeit ist noch nicht erledigt.“ Von daher geht Stötzner mit seinem gesamten Vorstand eine weitere Amtszeit an. Einstimmig bestätigten die Mitglieder am Montag im Bürgersaal neben Stötzner auch Ralf Poppel (zweiter Vorsitzender), Arnold Leister (Kassierer), Renate Wübbenhorst (Schriftführerin) im Amt. Im erweiterten Vorstand arbeiten Frauke Heiden-Ziegert, Ingeborg Nestler, Marlis Rudersdorf, Bastian Gierling, Achim Gomoluch, Hans-Josef Herring und Hans Treis.

Für das laufende Jahr hat der Verein viel vor. Im Sommer noch soll eine Wassertretanlage auf dem Dorfanger eingerichtet werden. Für diese Idee von Hans-Joachim Friebe laufen schon lange die Überlegungen. Jetzt fehle nur noch eine Genehmigung, berichtete Wolfgang Stötzner. Das Vorhaben sei komplett durch Sponsoren finanziert.

Wolfgang Stötzner, Vorsitzender

Ein freies W-Lan wird in Kürze auch im Dorf Gruiten geschaltet; bisher schon gibt es ein freies Netz schon auf der Bahnstraße; hier arbeiteten BVV, Werbegemeinschaft und Wirtschaftsförderung zusammen. Die Gruitener Gespräche werden fortgesetzt — bald im dann neu eröffneten Wiedenhof. Der Verein beteiligt sich wieder am Dorffest, will wieder Lesegutscheine an die Grundschule verschenken, Tagesfahrten nach Bonn, in die Eifel, nach Münster und Bad Münstereifel sind geplant und eine Jahresfahrt nach Braunlage im Harz (Organisator Achim Gomoluch, Telefon 02104/47906 bittet um frühzeitige Anmeldungen. Ein Höhepunkt des Jahres wird die 90-Jahr-Feier des Vereins am 1. September sein. Hier sucht der Vorstand noch Ideen und aktive Helfer.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte Wolfgang Stötzner auch an die Verlängerung des „Blauen Bandes“ im Thunbuschpark durch hunderte Blumenzwiebeln, Ruhebänke wurden gepflegt und repariert. Die Mitgliederzahl blieb unverändert bei 279. Um den Verein zukunftsfähig zu machen, wird gerade ein Konzept zur Werbung auch jüngerer Mitglieder erarbeitet.

Breiten Raum in der Vereinsarbeit nimmt die Betreuung von Flüchtlingen ein. Frauke Heiden-Ziegert berichtete, dass aktuell 140 Menschen in der Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose an der Düsselberger Straße leben; 130 Menschen mit Fluchterfahrung und zehn Obdachlose. 79 Ehrenamtliche und 42 Unterstützer kümmern sich um die Menschen — bei der Nachmittagsbetreuung, bei der Sprachbetreuung in einer Fahrradwerkstatt, bei Frauenabenden und Tauschnachmittagen und auch bei Yoga-Angeboten.

Ein Filmangebot — gezeigt werden Filme, die mit Deutschland zu tun haben — lockt regelmäßig bis zu zwei Dutzend Besucher. Im Vorjahr gab es ein Sommerfest, ein Musikprojekt, eine Adventsfeier, einen Familientag des Sports, Ausflüge der Sprachgruppe und vieles mehr.

Ehrenamtler halfen bei Umzügen in Wohnungen. Probleme habe es noch keine gegeben, betonte Frauke Heiden-Ziegert, die sich über die finanzielle Unterstützung durch Lions-Club, Caritas, BVV, das Erzbistum und zahlreiche Privatleute freute.

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