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Breidohr’s baut Markt für 10 Millionen um

Hilden : Breidohr baut Supermarkt komplett um

Die Betreiber erneuern bis auf die Mauern nahezu alles in dem Lebensmittelmarkt an der Walder Straße. Zunächst bleibt er geöffnet, Ende September wird der Supermarkt jedoch zeitweise geschlossen.

„Breidohr’s“-Supermarkt an der Walder Straße steht vor einem großen Umbau: „Am Ende bleiben eigentlich nur die Außenmauern erhalten“, erklärt Tobias Breidohr, der nun gemeinsam mit Daniel Breidohr die Pläne vorgestellt hat. Das Familienunternehmen investiert rund zehn Millionen Euro in den Standort Hilden, um ihn für die Zukunft fit zu machen wie die beiden Geschäftsführer erklären. Seit 1991 sitzt „Breidohr’s“ an der Walder Straße. Dem Unternehmen gehört das Gebäude auch.

Der Markt wird innen komplett umgebaut. Wer das Gebäude in Zukunft betritt, findet auf der rechten Seite neben den südländischen Spezialitäten die Bäckerei. Auch die Kooperationspartner modernisieren und bauen um, erklärt Daniel Breidohr. Auf der linken Seite befinden sich die Kassen. Im Vorkassenbereich bleibt auch das Lotto-, Tabak- und Zeitungsgeschäft erhalten. „Wir gewinnen durch deren Neuanordnung und einige Änderungen im hinteren Thekenbereich rund 250 Quadratmeter Fläche“, erklärt Tobias Breidohr. Insgesamt hat der Markt dann eine Fläche von rund 1800 Quadratmetern.

Das neue Ambiente ist durchdacht und erinnert eher an Marktstände. Die Regale erscheinen in einem warmen, einladenden Farbton, die Regale und Auslagen werden übersichtlicher. Die Wände zieren historische Fotos aus der mehr als 100-jährigen Unternehmensgeschichte.

Das Angebot wird zudem erweitert. In Zukunft soll es beispielsweise eine Salattheke zum Selbermixen, frisches, vor Ort hergestelltes Sushi sowie eine heiße Theke mit wechselnden Mittagsmenüs geben. Die Fischtheke wird vergrößert und mit einem eigenen Räucherofen ausgestattet. Dort werden mehrmals täglich Forellen, Lachs oder Garnelen ­geräuchert.

Hinter den neuen Wurst-, Fleisch- und Käsetheken werden die Wände durch Glas ersetzt, damit die Kunden einen Blick in die Küchen und Lagerräume haben. „Transparenz ist uns wichtig“, sagt Tobias ­Breidohr. Die Weinabteilung wird ebenfalls vergrößert, in Zukunft soll es dort eine Probierstation für eine Auswahl an Weinen geben.

Der Markt bleibt trotz der Umbauarbeiten vorerst geöffnet

Die Veränderungen sind aber nicht nur kosmetisch. Die Elektrik wird komplett erneuert, ebenso alle anderen Anschlüsse und das Dach. Die ersten Vorarbeiten laufen seit Anfang Juli. Ab Samstag, 25. Juli, werden die Bedientheken geschlossen, der Markt bleibt aber vorerst geöffnet.

Auch der Getränkemarkt nebenan wird umgebaut. Er gehört ebenfalls zu „­Breidohr’s“-Supermarkt. Dort sind, anders als beim Hautgebäude, bereits jetzt die ersten Baufortschritte zu sehen. Er wird auf rund 900 Quadratmeter vergrößert, dazu wird vorne angebaut. „Der Getränkemarkt ist weiterhin geöffnet“, erklärt Daniel Breidohr. Allerdings muss er Anfang September für zwei Wochen geschlossen werden.

Auch der Supermarkt bleibt eine längere Zeit dicht. „Das wird Mitte/Ende September der Fall sein“, erklärt Daniel Breidohr. Ganz genau könne er das momentan noch nicht sagen, da die Schließung von vielen Faktoren abhängt, die sie nicht beeinflussen können – beispielsweise von Lieferzeiten bestimmter Bauteile. „Die Wiedereröffnung des ­Supermarktes ist für Mitte November geplant“, sagt Tobias Breidohr. Die genauen Termine teilt das Familienunternehmen zeitnah mit.

Eigentlich hätte der Umbau schon im Frühjahr starten sollen. Doch die Corona-Krise hat diesem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir wollten die Versorgung der Menschen sicherstellen und für sie da sein“, sagt Daniel Breidohr. Eine mehrmonatige Schließung kam daher nicht infrage.