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Hilden: Bauernhof brennt: Hildener Feuerwehr rückt mit Großaufgebot an

Hilden : Bauernhof brennt: Hildener Feuerwehr rückt mit Großaufgebot an

35 Einsatzkräfte rückten am Donnerstag zu einem Brand an der Beckersheide aus. Dort stand ein mehr als 100 Jahre altes Haus in Flammen.

. Um kurz nach 7 Uhr riecht es im Haus nebenan plötzlich nach Rauch: „Wir sind sofort mit dem Feuerlöscher ins Haus meines Bruders gegangen und haben nachgeschaut.“ Die Nachbarin ist zugleich auch die Schwester des Hausinhabers, der zu der Zeit bereits unterwegs ist. Sie hat einen Schlüssel für die Wohnung, kommt aber zu spät: Die Wohnung des Hildener Landwirtes an der Beckersheide steht am Donnerstag in Flammen. Nur noch die Feuerwehr kann helfen.

„Zum Glück war niemand mehr im Haus“, erklärt der Landwirt später. „Und zum Glück ist niemand verletzt worden.“ Um 7.15 Uhr geht der Notruf bei der Feuerwehr ein: Brand einer Wohnung, lautet das Stichwort. Mit einem Löschzug rückt die Hildener Feuerwehr aus. „Als wir ankamen, schlugen bereits Flammen aus dem Dachstuhl, außerdem qualmte es stark“, erklärt Feuerwehrchef Hans-Peter Kremer. Er alarmiert sofort nach, am Ende sind 35 Kräfte mit elf Fahrzeugen vor Ort.

Als die Wehr eintrifft, befindet sich niemand mehr im Gebäude

Als die Feuerwehr eintrifft, steht der Landwirt vor dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude und schaut fassungslos auf das Feuer. Er kann den Einsatzkräften aber zumindest die gute Nachricht mitteilen, dass sich niemand mehr im Haus befindet. Die Feuerwehr beginnt sofort mit einem Löschangriff, mit Atemschutz klettern einige Feuerwehrleute aufs Dach und öffnen den Dachstuhl, indem sie Dachpfannen beseitigen. Das ist nicht ungefährlich: „Bei diesen Temperaturen ist es dort oben spiegelglatt“, erklärt Cremer. Auch das Löschwasser friert teilweise auf dem Boden fest.

Die Wasserversorgung sichern die Einsatzkräfte mit mehreren Hundert Metern Schlauchleitung bis zum Bandsbusch. Nach kurzer Zeit hat die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Es qualmt aber weiterhin stark, die Einsatzkräfte müssen das Dach abdecken und den Schiefer am Giebel entfernen, um alle Glutnester zu ersticken. Die Feuerwehr ist bis 11 Uhr vor Ort. Dann endlich kann Feuerwehrchef Hans-Peter Kremer den Einsatz beenden. Das Haus der Schwester des Landwirtes scheint keinen Schaden davongetragen zu haben, bestätigt Hans-Peter Kremer. Die Kriminalpolizei, die den entstandenen Schaden vorsichtig auf „mindestens 100 000 Euro“ schätzt, hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. tobi