Bäcker Schüren unterstützt Tafel des SKFM Hilden

Hilden : Hildener Tafel versorgt fast 800 arme Menschen

Hartz-IV-Empfänger, Flüchtlinge und Rentner kommen zweimal in der Woche.

Salat, Suppengemüse und Radieschen liegen am Donnerstag in Kisten auf Aufstellern, Joghurt und Käse stehen in einer Kühltheke. 20 Menschen wuseln durch den Raum und bereiten alles für die Ausgabe vor. Es duftet nach Brötchen und Kuchen. Die Hildener Tafel an der Kirchhofstraße öffnet gleich die Türen für Hartz-IV-Empfänger, Flüchtlinge und Menschen, deren Rente nicht reicht. Fast 800 haben in Hilden Anspruch auf das Angebot der Tafel.

Bäckerei-Chef Roland Schüren ist nicht zum ersten Mal zu Besuch bei der Tafel, die in Hilden vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) betreut wird. Sein Unternehmen stellt jeden Tag Retouren zur Verfügung: Brötchen, Baguettes, Brote und Kuchen. Fünfmal pro Woche holen die Tafeln aus Solingen, Langenfeld, Erkrath, Haan und Hilden Backwaren vom Vortag bei ihm am Mühlenbachweg ab.

Doch deswegen ist er heute nicht da. „Unsere Kunden haben die Möglichkeit, mit ihrer Back-Bäck-Karte Punkte für verschiedene Prämien zu sammeln. Eine Möglichkeit ist es, die Punkte in eine Spende für die Tafel umzuwandeln“, erklärt er. 606 Mal haben Schüren-Kunden diese Prämie gewählt. Jedes Mal flossen fünf Euro an die Tafel. „3030 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen“, erklärt Schüren. Was die Tafel damit macht, steht noch nicht abschließend fest. „Wir überlegen, ob wir einen Windfang bauen sollen“, erklärt SKFM-Geschäftsführer Hubert Bader. „Wir brauchen aber auch weitere Tiefkühl-Aggregate.“ Eins von beidem soll es werden, sagt er.

Schüren bietet eine Back-Bäck-Karte für die Kunden an

Die Bäcklerei Schüren ist nicht das einzige Unternehmen aus Hilden, das die Tafel unterstützt. „Wir fahren mit unseren beiden Fahrzeugen mehr als 25 Firmen an“, erklärt Kajo Töller vom Tafel-Leitungsteam. Gemeinsam mit Heinz-Jürgen Tutass und Harry Wolf kümmert er sich um das rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiter große Tafel-Team.

Um 8 Uhr morgens starten die Helfer mit ihrer Tour. Die großen Discounter wie Aldi, Lidl und Penny sind dabei, Edeka, Rewe und Kaiser’s, Bäcker wie Schüren, Suckow, Knelange, Evertzberg, Bacher Reformhaus, Denn’s Biomarkt, der türkische Gemüsehändler an der St.-Konrad-Allee, Subway, Zurheide aber auch die Firma Abelen in Tönisvorst (Fleischwaren) und die Großmolkerei Arla. „Wir sind täglich unterwegs“, erklärt Töller.

Zweimal pro Woche organisieren die ehrenamtlichen Mitarbeiter die Warenausgabe in den Räumen an der Kirchhofstraße: jeden Dienstag und jeden Donnerstag.

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