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Ausgezeichnet: Wenko fördert den Nachwuchs

Ausgezeichnet: Wenko fördert den Nachwuchs

Die IHK hat dem Unternehmen jetzt einen Ausbildungspreis verliehen.

Hilden. Junge Menschen zu fördern, sie über Praktika und Ausbildung an ein Unternehmen zu binden, ist sowohl für Firmen als auch für Schulabsolventen ein attraktives Modell. Vorreiter auf diesem Gebiet im Raum Hilden dürfte dabei Wenko-Wenselaar, Ausstattungsunternehmen im Bereich Wohnen und Bad, sein.

Der Familienbetrieb gibt Auszubildenden und Schülerpraktikanten die Möglichkeit, sich im Unternehmen weiterzuentwickeln.

Die Auszubildenden aller Bereiche gehörten in den vergangenen Jahren zu den besten. Grund genug für die Industrie-und Handelskammer, Wenko jetzt in Düsseldorf mit dem Ausbildungspreis zu belohnen.

Die Azubis können beispielsweise jede Woche zwei Stunden ihrer Arbeitszeit damit verbringen, den wichtigen Lehrstoff für die Berufsschule aufzuarbeiten. „Die Qualität der Ausbildung ist gestiegen. Jedoch bemerken wir in einen Rückgang der Einsatzbereitschaft“, sagt Silker Timmer von der Personalabteilung.

Knapp zehn Prozent der rund 350 Mitarbeiter des Unternehmens sind ehemalige Auszubildende. So auch Geraldine Pinto, die 2009 von der IHK als beste ihres Jahrgangs ausgezeichnet wurde, und seit der Beendigung ihrer Ausbildung im Export tätig ist. „Eigentlich hatte ich vor, Chemie zu studieren, aber nach zwei Semestern habe ich entschieden, in der Wirtschaft zu arbeiten.“

Der enge Kontakt zur IHK und zu der Berufsschule in Hilden zeugen davon, dass die Nachwuchsarbeit am Hülsfeld ohne Probleme verläuft. Besonders auf die persönlichen Eigenschaften neben den Noten wird viel Wert gelegt. „Wenn wir merken, dass der Einser-Kandidat nicht in unser Unternehmen passt, keine Eigenverantwortung mitbringt, ist es schwierig“, sagt Personalleiter Thomas Bähr.

Die Anforderungen der künftigen Azubis steigen stets. Neben den Kandidaten sieht Geschäftsführer Thomas Heinen auch die Schulpolitik in der Pflicht. „Englisch, Deutsch und Mathe sind Grundvoraussetzungen im Berufsalltag. Jeder müsste wissen, was Ertrag, Abschreibung oder Zinsrechnung ist.“