Auch bei warmem Wetter ans Skifahren denken

Auch bei warmem Wetter ans Skifahren denken

Hildens Skibasar ist für Schnäppchen bestens bekannt.

Hilden. Die Kundin ist nicht ganz zufrieden, irgendwie sitzt der silberne Skischuh einfach nicht richtig. „Ich rutsche mit der Ferse immer hoch“. Heinz Grudnik versucht, die Schnallen enger zu stellen, aber auch das löst das Problem nicht. „Versuchen Sie mal ein anders Paar“, rät der zweite Vorsitzende des Skiclubs, „wir haben hier ja doch eine recht große Auswahl.“ Skischuhe bekannter Marken wie Atomic, Head oder Fischer stehen dicht beieinander gereiht auf Regalbrettern in der Mitte der Sporthalle, am Rand platziert sind die Ständer mit gebrauchten Skiern, auf der anderen Seite der Halle Jacken und Hosen. Zwei Sportfachgeschäfte bieten bei einem Abverkauf günstige Neuware an. Ein gelber Helm kostet fünf Euro, ein blauer ist hingegen mit zehn Euro ausgezeichnet.

„Zum Teil haben sie ein paar Macken im Lack oder sie stammen aus der Ware vom vergangenen Winter“, erklärt Verkäufer Maurice Zapka, „normalerweise kosten sie zwischen 50 und 80 Euro.“ Auch andere Artikel sind extrem reduziert. „Meine Kinder fahren jetzt mit der Schule auf Skifahrt und ich habe zwei extrem heruntergesetzte, neue Skibrillen und eine gebrauchte Skihose bekommen“, freut sich eine Basarbesucherin, „im vergangenen Jahr hatte ich mal meinem Sohn eine Skiausrüstung beim Discounter gekauft, die war im Grunde ausreichend, nur die Skibrille passte nicht über seine normale Brille, die er tragen muss.“

Rund 500 gebrauchte Artikel kann der Skiclub Hilden an diesem sonnigen Sonntag anbieten. „Als wir um 11 Uhr geöffnet haben, war der Andrang wie immer riesig, jetzt am Nachmittag hat es rapide nachgelassen“, erklärt Skiclub- Kassenwartin Sabine Roth und nutzt die Ruhe, um das Prinzip des Skibasars noch einmal zu erläutern. „Die Menschen bringen uns auf Kommission ihre gebrauchte Ware und wir bieten sie hier auf dem Basar an. Von dem, was wir an Einnahmen haben, behalten wir zehn Prozent für unsere Jugendvereinsarbeit. Das bedeutet, wenn wir hier von jemandem ein Paar Skischuhe für 20 Euro verkaufen, bekommt der Verkäufer später von uns 18 Euro.“

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