Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt Haan : Haaner Umweltschützer planen im Juni einen großen Wiesentag

(-dts) Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt (AGNU) Haan hat einen neuen Vorstand. Wiedergewählt wurden Sven Kübler, Markus Rotzal und Hans-Joachim Friebe als Sprecher. Birgitta Kluge ist neu im Amt der Kassiererin und damit Nachfolgerin von Christiane Schmitt, die diese Aufgabe 28 Jahre lang zuverlässig erfüllt hatte und sich nun aus der Vorstandsarbeit zurückzog.

Als Kassenprüfer bestellte die Jahresversammlung Eugenie Govaarts und Bettina Blöck. Vor der Neuwahl hatte der Vorstand seine Rechenschaftsberichte vorgelegt.

Die AGNU – ein örtlicher Zusammenschluss von Naturschutzbund (Nabu), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Rheinisch-Bergischem Naturschutzverein (RBN) – zählt 502 Mitglieder. Im vorigen Jahr leisteten 51 Personen an 51 Terminen zusammen 1141 Stunden Naturschutzarbeit im Stadtgebiet; ob bei der Pflege des Trocken- und Magerrasens in Bereichen des Naturschutzgebietes Grube 7, beim Mähen und Abräumen der Orchideenwiesen, der Streuobstwiesen oder bei der Kopfbaumpflege. Betreut werden 350 Nistkästen in 14 Bereichen. Es gab zwei Ausgaben von „Kiebitz kompakt“ und die Internet-Homepage „www.agnu-haan.de“ wurde neu gestaltet.

Die Amphibienaktion verlief unterschiedlich. Während am Reiterhof im vergangenen Jahr genau 220 Erdkröten und 4 Molche eingesammelt und zum Laichgewässer gebracht wurden, sanken die Zahlen in 2022 auf 159 Erdkröten und 1 Molch. Genau entgegengengesetzt war das Resultat am Hahnenfurther Weg. Dort wurden 2021 exakt 175 Erdkröten und 4 Grasfrösche gesammelt; 2022 waren es 216 Erdkröten, 27 Grasfrösche und je ein Teich- und Fadenmolch sowie ein Salamander.

Ökofläche entwickelt zwischen Technologiepark und der A 46

100 Gartenliebhaber forderten im Vorjahr Saatgut von einheimischen Wildpflanzen für Wildbienen, Schmetterlinge & Co. an. Die AGNU nahm an Fridays for future-Demos teil, wirkte am Runden Tisch Klimaschutz mit, beteiligte sich an Müllsammelaktionen. Als Highlight nannte der Vorstand die Entwicklung der 7,4 Hektar großen Ökofläche zwischen Technologiepark und A46.

Der mit Mitteln der NRW-Stiftung umgebaute und sanierte Artenschutzturm in der Elp wird von vielen Tieren genutzt und war im Vorjahr Brutstätte für fünf Turmfalken. Die AGNU engagierte sich im Landschaftsbeirat und ULAN-Ausschuss des Kreistages, wirkte bei diversen Anhörungen (so zum Kalkabbau Oetelshofen oder zum Hydromonitoring Düssel) mit und war auch bei der Klimawette dabei; in diesem Zusammenhang lobte die AGNU ausdrücklich die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Janine Müller.

Negativ schlägt in die Bilanz der Verlust der Wasseramselkästen im Düsselverlauf; sie wurden vom Hochwasser im Sommer vorigen Jahres weggerissen. Die nächsten Monatstreffen sind für den 20. Juni und 18. Juli geplant (voraussichtlich digital). Die Arbeitstermine werden auf der Website www.agnu-haan.com veröffentlicht. Eine Waldpflege-Exkursion ist für Donnerstag, 9. Juni, ab 19 Uhr in der Grube 10 geplant. Am 12. Juni wird ein großer Wiesentag veranstaltet. Und schließlich nimmt die AGNU auch noch teil am Dorffest in Gruiten, das wird am 20. und 21. August gefeiert.