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3M will Werk Hilden für 65 Millionen Euro ausbauen

Hilden : 3M will Folienproduktion in Hilden ausbauen

Für 65 Millionen Euro will das Unternehmen an der Düsseldorfer Straße die Kapazitäten erhöhen. Bezirksregierung Düsseldorf wird nun entscheiden, da bei Ausbau mehr Lösemittel gebraucht wird.

Rund 65 Millionen Euro will 3M über drei Jahre in Hilden investieren. Im hinteren Bereich des Geländes soll eine neue Werkshalle (105 Meter lang, 25 Meter breit, 15 Meter hoch) entstehen. Dort will der Technologie-Konzern (115 000 Patente) eine Anlage zur Folienbeschichtung und eine weitere Anlage zur Folienproduktion installieren.

Beide Anlagen sollen ab Anfang 2020 in Betrieb gehen. Die dekorativen Folien kommen beim „Car-Wrapping“ zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe können Autos sehr schnell und relativ günstig (im Vergleich zu einer Neulackierung) individuell umgestaltet werden. In der neuen Anlage sollen etwa fünf Millionen Quadratmeter Folien produziert werden.

 Werbegrafische Digitaldruckfolien sind laut Stephan Rahn „ein weltweit schnell wachsender Markt“.
Werbegrafische Digitaldruckfolien sind laut Stephan Rahn „ein weltweit schnell wachsender Markt“. Foto: 3M

Agenturen, Druckereien und Designer nutzen die Folien von 3M

„Kunden sind vor allem Druckereien, Werbetechniker, Agenturen, Fahrzeugfolierer, Fahrzeugdesigner“, berichtet 3M-Pressesprecher Stephan Rahn. „Werbegrafische Digitaldruckfolien sind ein weltweit schnell wachsender Markt. Besonders in Asien wird es immer beliebter, sein Auto in ausgefallenen Farben folieren zu lassen: etwa im angesagten Mattschwarz oder Mattgrün. Je nach Sonneneinstrahlung können wir das Auto sogar unterschiedlich leuchten lassen.“

Schallschutzmaßnahmen sorgen dafür, dass die geltenden Emissionswerte für Lärm eingehalten werden. Eine Abluftanlage reduziert Emissionen und Gerüche außerhalb der Werksgrenzen so weit wie möglich, verspricht das Unternehmen. 3M rechnet mit zwölf bis 15 zusätzlichen Lkw-Anlieferungen pro Tag bei Vollauslastung der neuen Anlagen. Der Lösemittelverbrauch steigt von derzeit 3700 Tonnen/Jahr auf maximal 6700 Tonnen/Jahr. „3M forscht parallel an lösemittelfreien Klebstoffen für diese Produktgruppe“, berichtet Stephan Rahn. Die neuen Anlagen seien daher bereits für eine spätere Umstellung auf eine lösemittelfreie Produktion ausgelegt.

Die Bezirksregierung Düsseldorf muss die Pläne genehmigen. Der Antrag sowie die zugehörigen Unterlagen liegen vom 1. Juli bis einschließlich 31. Juli in der Stadtverwaltung Hilden (Rathaus, vierte Etage, Raum 440) sowie bei der Bezirksregierung Düsseldorf (Zimmer 240 a, Cecilienallee 2, Düsseldorf) öffentlich aus. Etwaige Einwände gegen das Vorhaben können bei der Bezirksregierung Düsseldorf und bei der Stadt Hilden bis einschließlich 2. September vorgebracht werden. Die Einwendungen müssen neben dem Namen auch die volle leserliche Anschrift enthalten.

Setzt die Bezirksregierung einen Erörterungstermin für die Einwendungen an, findet dieser am 8. Oktober um 9.30 Uhr im Amber Hotel in Hilden (Schwanenstraße 27) statt. Der Erörterungstermin ist für alle Interessierten öffentlich.