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1300 Tische und 2700 Stühle für den Neubau des Haaner Gymnasiums

Haan : Ein Neustart in die Zukunft

Am 12. August ist der erste Schultag. Im neuen Gebäude wird alles startklar gemacht. Sabine Franz ist zuständig für die Einrichtung.

Ziemlich viel zu tun hat sie gerade, keine Frage. Ansonsten aber strahlt Sabine Franz große Ruhe und noch viel mehr Optimismus aus. Dabei ist die Mitarbeiterin im städtischen Amt für Schule und Sport aktuell für ein riesiges Projekt zuständig: Sie organisiert und koordiniert „alles rund um die Einrichtung“ für den sechsgeschossigen Neubau des Gymnasiums mit insgesamt rund 13 000 Quadratmetern an der Haaner Adlerstraße. „Das ist natürlich nicht mal eben gemacht. Das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt Schuldezernentin Annette Herz.

Die Verantwortlichen nutzen auf der Zielgeraden intensiv die Ferienzeit, um für den ersten Schultag am 12. August startklar zu sein. Alles musste neu angeschafft werden, weil aus dem mit Polychloriertem Biphenylen (PCB) belasteten Altbau rein gar nichts mitgenommen werden darf. „Wir haben eine Null-Toleranz-Grenze“, erklärt Franz, warum neben dem gesamten Mobiliar beispielsweise auch sämtliche Bücher für alle Jahrgänge, für alle ­Fächer und für die Schulbibliothek ausgetauscht werden.

Jeder Klassenraum erhält ein interaktives Whiteboard

Mit dem Neustart wird zugleich ein Schritt in die Moderne möglich, der für viele Schule noch länger ein Traum bleiben dürfte: Nicht nur, dass der Neubau architektonisch ein nahezu futuristische Gebäude sei, bei dem der Unterschied zum Neubau nicht größer sein könne, wie Annette Herz hervorhebt. Jeder Klassenraum bekommt außerdem ein interaktives Whiteboard, mit dem digitale Medien in den Unterricht integriert werden können. Die klassische Kreidetafel hat damit an der „Europaschule des Landes NRW“ ausgedient. Sabine Franz’ persönliches Highlight ist indes das neue Selbstlernzentrum des Gymnasiums: „Es hat einfach eine tolle Ausstattung mit Bibliothek und schönen Rückzugsmöglichkeiten für die Schüler“, erzählt die Organisatorin. Insgesamt haben neben sehr viel moderner Technik ein großer Teil der fast 2700 Stühle und 1300 Tische bereits Einzug in das neue Schulgebäude gehalten.

Derzeit koordiniert Franz die Anlieferung der vielen Dinge, die erst am 3. August kommen sollen: Schulbücher stehen auf dem Plan, aber auch die neuen Musikinstrumente: Keyboards, Schlagzeug und Cellos zum Beispiel, aber auch Trompeten, Gitarren und Klavier. Bevor alles an den richtigen Platz gestellt werden kann, muss außerdem jedes Stockwerk vom allerletzten Schmutz befreit werden.

Im Erdgeschoss sind die Monteure der beauftragten Möbelfirma schon so weit: „Die Verwaltung steht“, berichtet Sabine Franz. Das dürfte ein großer Schritt unter anderem für Schulleiterin Friederike von Wiser sein, die über die gesamte Neubau- und Einrichtungszeit wichtige Ansprechpartnerin für alle Akteure war und ist.

Dieser Tage nun werden im Gartengeschoss die Klassenzimmer und Aufenthaltsräume für die Mittelstufe vorbereitet, als nächstes steht das zweite Gartengeschoss mit den Themen Kunst und Musik auf dem ­Programm.

Was ihr in dem Neubau am besten gefällt, kann Franz gar nicht sagen: „Ich freue mich einfach auf alles. Als ich vor kurzem mit unserer Auszubildenden durch die Räume gegangen bin, hat sie gesagt, dass sie hier auch gerne wieder zur Schule gehen würde.“

Die ergonomischen Stühle beispielsweise oder die Einzeltische für jeden Schüler begeistern die beiden, aber auch die modernen Tafeln. Optimistisch ist Sabine Franz, dass das Riesenprojekt pünktlich zum neuen Schuljahr am 12. August fertig wird: „Es ist alles genau terminiert. Wir werden zwar im laufenden Betrieb noch kleinere Arbeiten haben. Aber ansonsten kann eigentlich nichts mehr schief gehen“, kündigt Sabine Franz an.