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Gedenktafel für Polizisten Adalbert Bach verschandelt

Gedenktafel für Polizisten Adalbert Bach verschandelt

Die Inschrift für den 1993 ermordeten Polizisten Adalbert Bach aus Wülfrath wurde getzeilt beschmiert.

Wülfrath. Udo Kutsche, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft im Kreis Mettmann und Personalratsvorsitzender Kreispolizeibehörde, ist empört und „geknickt“: Am Montagabend haben Kollegen von ihm bei einer Streifenfahrt entdeckt, dass die Tafel, die in Wülfrath an den 1993 getöteten Polizisten Adalbert Bach erinnert, gezielt beschmiert worden ist.

Die Inschrift der Bronzetafel, die in einen Kalkstein eingelassen ist, „wurde mit einer Art Kautschukmasse zugespachtelt“, sagt Kutsche. Der Täter muss die Paste und entsprechendes Werkzeug mitgebracht haben. Die Polizei hat Strafanzeige wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung erstattet.

Adalbert Bach war im Januar 1993 im Alter von 32 Jahren im Dienst erschossen worden. Er fuhr gerade Streife, als bewaffnete Täter die damalige BP-Tankstelle an der Wilhelmstraße überfielen. Nachdem er über Funk von dem Raubüberfall gehört hatte, wollte Bach den drei flüchtenden Tätern offenbar den Weg abschneiden.

„Ich habe ein verdächtiges Fahrzeug vor mir“, waren die letzten Worte, die seine Kollegen von ihm hörten. Kurz darauf fanden Beamte den zweifachen Familienvater blutüberströmt an seinem Wagen. Er starb am folgenden Morgen an seinen schweren Kopfverletzungen. Die Täter wurden gefasst.

Die Gedenkstätte in Nord-Erbach haben Polizeibeamte noch im gleichen Jahr mit Unterstützung der Firma Rheinkalk angelegt. Kutsche will in der kommenden Woche zunächst selbst den Versuch machen, die Tafel mit der Inschrift zu säubern. Gelingt das nicht, muss ein Fachunternehmen engagiert werden.