Wohnquartier Wimmersberg in Alt-Erkrath: Investor dokumentiert Bürger-Wünsche

Erkrath : Investor nimmt Bürger-Wünsche auf

Das Interesse an der Wohnquartier-Planung in Alt-Erkath ist nach wie vor äußerst groß. Der Investor Catella aus München versichert, die Anregungen der Bürger ernst zu nehmen.

. Nachdem Kritik laut wurde, dass der Investor Catella die bei seinen Info-Veranstaltungen geäußerten Bürgerwünsche für das Alt-Erkrather Wohnquartier Wimmersberg nicht für jedermann einsehbar dokumentiert sei, was davon tatsächlich in die Planungen einfließt, hatte es vor den Ferien einen weiteren Bürger-Workshop gegeben. Die Ergebnisse der einzelnen Thementische bei der Veranstaltung in der Erkrather Stadthalle bilanziert Catella nun wie folgt:

Städtebauliches Konzept: Eine großzügige Grünfläche werde das zentrale gestalterische Element des neuen Wohnquartiers. Über 80 Prozent der Bürger bewerteten die so genannte Grüne Mitte positiv und sehr positiv. Auch die grundsätzlich offene Bauweise wurde sehr positiv hervorgehoben. Wie der Immissionsgutachter erläuterte, wird eine geschlossene Bebauung zur nördlich verlaufenden Bahntrasse den bestmöglichen Lärmschutz gewährleisten. Nur etwa zehn Prozent der Besucher fanden diese Planung nicht optimal.

Bürger wünschen sich eine Radwegführung durchs Quartier

Verkehr: Ein großer Wunsch der Bürgerschaft war die Berücksichtigung einer Radwegeführung durch das Quartier mit Anbindungen an die umliegenden Straßen. Die geplante Mobilitätsstation sei bei weit über 80 Prozent der Umfrageteilnehme positiv angekommen. Ausdrücklich wurde der Wunsch geäußert, dass neben dem Car-Sharing auch Sharing-Angebote für Lastenräder und Pedelecs geschaffen werden. Anwohner befürchten, dass Parkdruck auf die umliegenden Straßen entstehen kann, weshalb dort keine Fremdparker zugelassen werden sollten. Die Quartiersgarage am Eingang schafft Abhilfe und wurde mehrheitlich als wichtig oder sehr wichtig eingestuft.

Technische Bauwerke: Ein wichtiges Anliegen war die Anbindung des Quartiers an das Umfeld mit barrierearmen Rad- und Fußwegen. Die optional dargestellte Pkw-Anbindung an die Kreuzstraße wurde hingegen von über 70 Prozent der Bürger abgelehnt.

Grüne Mitte: Das Quartier soll möglichst autoarm gestaltet werden und der Freiraum für Grünflächen und Spielplätze anstatt für Pkw-Stellplätze genutzt werden. Dieser Gestaltungsgedanke gefällt zirka 69 Prozent der Befragten gut.

Verfahren: Es ist deutlich geworden, dass sich die Bürger eine zügige Umsetzung des Konzeptes (insgesamt zirka 78 Prozent positive Stimmen) wünschen und schnell Klarheit über die Bebauung haben möchten (über 85 Prozent Zustimmung). Wohnkonzepte: Das von Catella geplante Quartiersmanagement, die energetische Optimierung und die barrierearme Zugänglichkeit gefallen den Erkrather Bürgern.

 Anhand der Anmerkungen und Stellungnahmen werde nun das Werkstattverfahren weitergeführt, versichert Catella. Die sechs Architekturbüros und externen Experten würden aus der Fülle der Anregungen die Planung anpassen und realisierungsreif gestalten. Der nächste Verfahrensschritt sei dann die frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Stadt Erkrath, dies sei das offizielle Format zur Beteiligung der Erkrather Bürgerschaft. „Die Veranstaltungen von Catella sind zusätzliche Kommunikationsangebote, die sehr gut angenommen werden“, unterstreicht Catella-Sprecher André Wellmann.

Mehr von Westdeutsche Zeitung