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Weidenhof-Grundstück wird neu bebaut

Stadtentwicklung in Alt-Erkrath : Weidenhof-Grundstück wird bald bebaut

15 seniorengerechte Wohneinheiten, Arzt- und Physiopraxis sowie Laden entstehen.

Der Rat der Stadt Erkrath hat den Bebauungsplan für das Grundstück des ehemaligen Weidenhofs an der Kreuzstraße beschlossen. In naher Zukunft soll dort ein Block mit 15 seniorengerechten Wohneinheiten, einer Arztpraxis, einer Physiopraxis und einem Ladenlokal entstehen. Vorausgegangen waren Jahre voller Gutachten, Stellungnahmen der Behörden und Beteiligungen der Öffentlichkeit. Der Weidenhof war 2017, pünktlich zur Tour de France, die durch Erkrath lief, abgerissen worden.

In den Beschluss des Bebauungsplans, mit dem ein älterer Bebauungsplan teilweise aufgehoben wird, fließt der Beschluss einer Abwägungsvorlage mit ein. In dieser sind alle Stellungnahmen von Kreis, Umweltschutzbehörde und anderen, sowie eine Übersicht des bisherigen und des weiteren Verfahrens aufgelistet. Demnach gibt es keine Bedenken aus artenschutz- und wasserschutzrechtlicher Sicht.

Bei der Bürgerbeteiligung
gab es keine Einwände

Auch bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung im Sommer 2018 und der öffentlichen Auslegung im Herbst 2019 habe es keine Einwände der Anwohner gegeben. Alle seien froh, dass nicht nur der verfallene Weidenhof weg ist, sondern an seine Stelle endlich ein moderner Wohnkomplex tritt. Immerhin stammt der Aufstellungsbeschluss bereits aus dem Jahr 2016.

Mit dem Investor soll nun ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden, der alle weiteren Details wie Schallschutzmaßnahmen, Stell- und Kinderspiel-Flächen, Grünpflege und den Zeitrahmen regelt. Auch ist eine Dachbegrünung von 40 Prozent der Dachfläche vorgesehen. Der Vertrag ist bereits vom Investor unterzeichnet, von Seiten der Stadt fand jedoch eine vorherige Beratung im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung statt. Sowohl der Bebauungsplan, als auch der städtebauliche Vertrag wurden mit großer Mehrheit beschlossen. Kritik kam nur von den Grünen: „Das ist wieder eine verpasste Chance für klimafreundliches Bauen“, sagte Peter Knitsch. Zwar sei es positiv, dass der „Schandfleck“ beseitigt werde und das innerstädtische Grundstück keine neuen Versiegelungen bedeute. Aber das Fehlen von energetischen Auflagen zeige, dass Klimaschutz in Erkrath zwar besprochen, aber nicht realisiert werde.

Detlef Ehlert (SPD) räumte ein, dass man bei der Ausgestaltung des Vertrages „vielleicht zu wenig Nachdruck geübt“ habe. Jedoch sei davon auszugehen, dass die Architektin schon wisse, was sie tue. Peter Knitsch verwies auf weitere Neubauprojekte in Erkrath wie die Kita Karlstraße: „Ich sage nur, dass bei allen Neubauten die Chance vertan ist. Im Zweifel wird der Investor immer den billigsten Weg gehen.“ Der Durchführungsvertrag sieht einen zeitlichen Rahmen für die Fertigstellung von 30 Monaten ab Inkrafttreten des Bebauungsplans vor.

(tpp)