Streit über Kosten für Hauptstraße

Streit über Kosten für Hauptstraße

Im Ausschuss für Planung wurde mit den Anwohnern über die Höhe ihrer finanziellen Beteiligung am Umbau der Straße diskutiert.

Die Planung für die Umgestaltung der Hauptstraße in Hochdahl geht in die nächste Runde. Im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr stellte Mittwochabend Prof. Hartmut Welters, der die Vorprüfung und Organisation des bisherigen Verfahrens übernommen hatte, das Ergebnis der Empfehlungskommission vor. Die hatte sich einstimmig für die Pläne der scape Landschaftsarchitekten aus Düsseldorf ausgesprochen.

Auch bei der Politik und bei den Anwohnern stießen die Pläne überwiegend auf Zustimmung. Für Diskussionsstoff aber sorgen derzeit die für die Anwohner entstehenden Kosten der Umgestaltung. Wie hoch die sein werden, kann derzeit noch niemand sagen. Nach der Satzung würden die Anwohner 30 Prozent der Kosten tragen müssen.

Zuviel, meinte Marc Göckeritz von den Grünen. Da die Hauptstraße über Jahrzehnte als Hauptverkehrsader zwischen den Stadtteilen Hochdahl und Erkrath diente, ist die Fahrbahn in einem schlechten Zustand. Dies sollte bei den Kosten für die Anwohner berücksichtigt werden. Göckeritz regte deshalb an, die Anwohner nur mit 20 Prozent zu beteiligen.

Mehr als 50 Anwohner waren zur Ausschusssitzung ins Bürgerhaus Hochdahl gekommen. Und da sie auch im Vorfeld der Planungen schon beteiligt worden waren, durften sie Mittwochabend mitreden. In einer Sitzungsunterbrechung konnten die Anwohner der Hauptstraße ihre Wünsche vortragen. Und dazu gehört auch, dass der Höchstbetrag für die Umgestaltung auf 1,6 Millionen Euro festgelegt wird.

Aber soweit sind die Planungen noch nicht. Erst einmal wird sich die Politik im Frühjahr für eine Plan-Variante entscheiden. Erst dann geht es in die Details. „Wir werden den Anwohnern dann auf Anfrage in Einzelgesprächen sagen können, was finanziell auf sie zukommen wird“, sagte Heinz-Peter Heffungs, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadt Erkrath.

Die weiteren Planungen würden voraussichtlich ein bis eineinhalb Jahre dauern. Mit einer Fertigstellung der Hauptstraße sei erst im Jahr 2018 oder später zu rechnen.

Bei den Detailplanungen sollen laut Hartmut Welters auch die Wünsche der Anwohner berücksichtigt werden. „Da sehe ich keine Probleme mit den Planern“, sagte er. Die hätten Erfahrung mit Bürgerbeteiligung.