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Stadthalle Erkrath: Nierenspende als Komödien-Thema kommt nicht bei allen gut an

Erkrath : Nierenspende als Komödie kommt gut an

Kritik Rund 400 Besucher sahen in der Stadthalle das Stück mit prominenter Besetzung.

. Dominic Raacke, Katja Weitzenböck, Jana Klinge und Romanus Furmann spielten die Komödie „Die Niere“ in der Erkrather Stadthalle.

Worum ging es
inhaltlich in dem Stück ?

Architekt Arnold, der vor dem größten Triumph seiner Karriere steht – er soll mitten in Paris den Diamond Tower bauen – lädt seine besten Freunde Diana und Götz zum Feiern ein. Alle sind in Hochstimmung, als seine Frau Kathrin mit einer Hiobsbotschaft aufwartet: Die vom Arzt festgestellt Niereninsuffizienz kann nur durch eine Spenderniere behoben werden. Es entwickelte sich ein Abend, den kein Paar kalt lässt. Arnold, der spenden könnte, ist sowohl zeitlich als auch mental überfordert, Götz würde sofort spenden. Es entwickelten sich heiße Diskussionen über die Frage „Würdest du mir deine Niere spenden“?

Wie waren die Schauspieler?

Die Darsteller spielten überzeugend und mit viel Gefühl. Allerdings waren die Dialoge für ein so heikles Thema doch ein wenig zu flach, und das Ganze als Komödie auf die Bühne zu bringen, war ein Risiko. Das Lachen und Kichern während des Stückes erschloss sich nicht jedem Zuschauer und schien manchem unangebracht. Letztendlich taten sich bei den Figuren, die die Schauspieler verkörperten, mit zunehmender Dauer des Stückes tiefe Abgründe auf. Arnold (Dominic Raacke) spielte die Rolle des Ehemanns als egoistischen Kotzbrocken hervorragend. Man hatte durchgehend im Kopf „Was für ein
A…loch“. Gefühlslos und verroht. Die ganzen Verästelungen der einzelnen Darsteller mit ihren Histörchen und Geheimnissen klärten sich zum Ende des Stückes auf. Den Liebestest, den Kathrin heraufbeschworen hatte, war sehr gut durchdacht und so gingen die Zuschauer zum Ende des Stückes mit dem guten Gefühl, dass am Ende doch noch die Gerechtigkeit gesiegt hat, nach Hause.

Wie war die Aufführung
in der Stadthalle besucht?

Mit gut 400 Zuschauern war die Stadthalle zufriedenstellend gefüllt, hätte aber – bei der Qualität des Stücks – noch Luft nach oben gehabt.

Wie haben die Zuschauer
auf das Stück reagiert?

Obwohl das Format Komödie für einen solchen Stoff nicht jedem einleuchtend erschien, bekamen die Schauspieler verdienten Beifall bis hin zu Klatschmarsch.

Was ist das nächste Theaterangebot in Erkrath?

Am Mittwoch, 26. Februar, wird die Tragikomödie „Das bescheuerte Herz“ nach dem Kinoerfolg und Spiegel-Bestseller von Daniel Meier mit Lars Amend gespielt. Die Stadt verschickt die Karten auf Wunsch auch kostenfrei nach Hause: Telefon 0211/240740 09. dtk