Stadt fällt weitere Bäume

Untersuchungen haben ergeben, dass mehrere Stämme verfault sind. An anderer Stelle muss ein Kanal erneuert werden.

Erkrath. Bäume sind in Erkrath ein Thema. Und weil auch die Stadt weiß, wie sensibel Politiker und Bürger auf Bäume reagieren, informiert sie regelmäßig über Kontrollen von Park-, Straßen- und Waldbäumen, notwendige Fällungen und Ersatzpflanzungen.

Zuletzt hat die Stadt verschiedene Straßenbäume untersucht. Mit dem Ergebnis, dass vier Bäume im Stadtgebiet gefällt werden müssen oder sogar schon der Säge zum Opfer gefallen sind: Sowohl im Bavierpark in der Nähe des Spielplatzes als auch an der Stahlenhauser- und der Sedentaler Straße in Hochdahl sind mittlerweile nur noch die Stümpfe zu erkennen. Ähnlich wird es einem Ahorn an der Morper Allee in Höhe der Hausnummern 9 und 11 ergehen. „Er wird morgen gefällt“, sagte der stellvertretende Leiter des Tiefbauamtes, Ralf Kentgens, am Donnerstag. Sämtlichen Bäumen sei deutlich anzusehen gewesen, dass sie nicht mehr in Schuss waren, so Kentgens. Allerdings versichert er: „Sie werden ersetzt.“

Auch an weitere 14 Waldrandbäume musste die Kettensäge gesetzt werden. „Diese Bäume sind unverzüglich zu fällen“, hatte Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs bereits in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr mitgeteilt. Heffungs verwies auf Fäulnis an den Stämmen und den Stammfüßen. „Elf der 14 Bäume sind bereits gefällt, die übrigen drei kommen in den nächsten Tagen an die Reihe“, so Ralf Kentgens.

Auch im Zuge des Neubaus des Mischwasserkanals in der Willbecker Straße müssen zwei Bäume weichen. „Der Kanal muss in Teilbereichen erneuert werden“, sagte Heffungs. „Er ist hydraulisch zu klein und in keinem guten Zustand.“ Dass zwei Bäume den Kanalarbeiten zum Opfer fallen, liege an dessen Lage. Zwischen Erft- und Ruhrstraße verläuft die unterirdische Leitung zwischen Gehweg und Willbecker Straße. „Der neue Kanal kommt in die Willbecker Straße“, kündigte Heffungs an. „Weil wir die Hausanschlüsse übernehmen müssen, müssen wir durch die Böschung.“ Dabei können die Tiefbauarbeiter zwei Bäumen nicht ausweichen. „Aber der Abwasserbetrieb wird beide ersetzen“, so Heffungs. Das gilt auch für einen Parkbaum südlich des Stadtweihers und einen Baum am Hans-Sachs-Weg. Beide wiesen mächtige Stammschäden auf und wurden bereits gefällt.

In diesem Jahr hat die Stadt noch keine Ersatzpflanzungen vorgenommen. „Im Frühjahr war der Haushalt noch nicht frei gegeben, und im Sommer ist keine Pflanzzeit“, begründete dies Ralf Kentgens. „Im November wird es aber losgehen.“

Aktuell läuft zudem die Ausschreibung von fünf Baumscheiben plus Bäumen am Millrather Weg. Heffungs: „Das wird nicht ganz preiswert.“

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