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Stadt Erkrath lässt Grünflächen verwildern

Stadt Erkrath lässt Grünflächen verwildern

Erkrath. Volker Lahnstein ist fassungslos, wenn er durch seine Siedlung geht. „Trostlos“, sagt er immer wieder und schüttelt mit dem Kopf. Was er meint, sind die Grünflächen, die im Erkrather Stadtteil Hochdahl alles andere als gepflegt aussehen.

Wild wachsende Pflanzen beengen den Gehweg, die Grüninseln sind ungemäht, und der Mahnerter Wald wächst bereits durch einem Zaun auf den Bürgersteig. So wie in Erkrath sieht es in vielen Städten des Kreis Mettmann aus.

Der Unterschied ist sichtbar: während die Vorgärten der Anwohner und die privaten Rasenflächen gut gepflegt sind, sehen die städtischen Bereiche wild aus. „Das wirft ein ganz schlechtes Bild auf diesen Stadtteil“, so Lahnstein, der sich wünscht, die städtischen Betriebe häufiger zu sehen.

Die Pflastersteine sind an der Schildsheiderstraße fast auf dem gesamten Weg uneben. An einer Stelle stehen die Steine jedoch besonders schief. „Hier gibt es einen Höhenunterschied von vier Zentimetern“, sagt Lahnstein. Das sehe nicht nur schrecklich aus, sondern sei auch noch gefährlich. „Wenn da mal jemand drüber stolpert, kann das böse enden.“

Zuständig für die Pflege der Grünflächen ist die Grünflächenabteilung der Stadt Erkrath. „Wir haben ein Jahresvertragsunternehmen beschäftigt, die aufgeteilt in vier Bereiche für das gesamte Grün in der Stadt zuständig sind“, erklärt Ralf Kentgens vom Tiefbauamt.

In einem bestimmten Turnus kümmert sich das Unternehmen eigentlich um die verschiedenen Abschnitte. „Derzeit ist noch einiges wegen der Sturmschäden zu tun“, so Kentgens. „Äste, die drohen herabzufallen und damit eine Gefahr für die Menschen darstellen, haben momentan oberste Priorität.“

Zudem seien die Grünflächen zahlreich und die Arbeiten zeit- und kostenintensiv. „Unsere Kapazitäten sind finanziell und personell begrenzt.“ Dass die Grünen nun das Thema „Urban Gardening“ für die Stadt Erkrath angestoßen haben findet Volker Lahnstein besonders schlimm: „Es wäre sinnvoll, sich erst mal um die alten und liegengelassenen Flächen zu kümmern.“