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Sportplatz Unterfeldhaus: Kein Geld aus Düsseldorf

Sportplatz Unterfeldhaus: Kein Geld aus Düsseldorf

Der Kunstrasen auf dem Sportplatz am Niermannsweg muss erneuert werden. Die Nachbarn wollen sich an den Kosten jedoch nicht beteiligen.

Erkrath. Spätestens 2015 muss der elf Jahre alte Kunstrasenplatz am Niermannsweg in Unterfeldhaus erneuert werden. Das künstliche Grün ist in die Jahre gekommen und wurde vor allem vor 2010, als das zweite Spielfeld noch ein Tennenplatz war, in den Herbst- und Wintermonaten intensiv genutzt.

420 000 Euro würde die Erneuerung kosten, eine Beteiligung von der Stadt Düsseldorf wird es nach aktuellem Stand nicht geben. Das berichtete die Verwaltung im Ausschuss für Kultur und Sport — und löste damit Unverständnis bei den Ausschussmitgliedern aus. Düsseldorf wolle schuldenfrei bleiben, so lautet die offizielle Erklärung aus der Landeshauptstadt, die darüber hinaus mit der angespannten Finanzlage argumentierte.

„Damit sind wir nicht zufrieden“, stellte auf WZ-Anfrage Volker Teich für die SPD fest. Seine Fraktion hatte mit einer Anfrage zum Zustand des Platzes die Verwaltungsantwort ausgelöst.

Hauptnutzer der zwei Spielfelder an der Grenze zwischen den beiden Städten Erkrath und Düsseldorf ist der Sportclub (SC) Unterbach. Dessen Mitglieder stammen etwa zu einem Drittel aus Düsseldorf. Laut Verwaltung zahlt die Stadt Düsseldorf eine jährliche Miete an die Stadt Erkrath in Höhe von 46 016 Euro. Diese Summe decke aber nicht die jetzt anstehenden Sanierungskosten.

Schon bei der Anlage des ersten Kunstrasens auf der Anlage am Niermannsweg hat sich Düsseldorf finanziell nicht beteiligt. Bei der Anlage des zweiten Kunstrasens war das finanzielle Entgegenkommen schon größer. Die Umwandlung des Tennenplatzes 2010 ließ sich Düsseldorf 900 000 Euro kosten. Die restlichen 300 000 Euro hat die Stadt Erkrath übernommen.

„Der Belag ist vor allem an den Toren abgenutzt“, erläuterte die Ausschussvorsitzende Inge Berkenbusch (FDP). Die Nutzungsdauer des ersten Spielfelds am Millrather Weg sei bei der Errichtung 2002 zwischen zehn und 15 Jahren angegeben worden, teilte Kultur- und Sportamtsleiter Ulrich Schwab-Bachmann in seiner Sitzungsvorlage mit. Erst 2010 sei das zweite Spielfeld umgebaut worden, bis dahin sei der ältere Kunstrasenplatz überdurchschnittlich belastet worden.

Die Verwaltung solle erneut das Gespräch mit Düsseldorf suchen, so lautet der einstimmige Auftrag des Ausschusses. Eine Prioritätenliste mit allen in Erkrath nötigen Sanierungen an Sportplätzen soll bis zum Mai aufgestellt werden, dann will der Ausschuss neu beraten. „Die Toiletten am Sportplatz Rankestraße, die Lichtanlage an der Freiheitstraße und der Platz an der Grünstraße in Hochdahl haben aus unserer Sicht Vorrang“, erläuterte für die Grünen Ausschussmitglied Reinhard Knitsch.

Bereits im Haushaltsplanentwurf 2013 vorgesehene 50 000 Euro Planungskosten für den Platz in Unterfeldhaus sollen laut Beschluss vorerst gesperrt bleiben.