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Sechseckschule richtet neue Gruppe zur Ganztagesbetreuung ein

Sechseckschule richtet neue Gruppe zur Ganztagesbetreuung ein

Die Nachfrage nach Ganztagesbetreuung steigt.

Erkrath. Der Bedarf für eine tagesdeckende Kinderbetreuung nimmt weiter zu. Nicht nur im Kindergarten, sondern vor allem auch in der Grundschule ist die Nachfrage nach Plätzen im „Offenen Ganztag“ groß. Das beobachtet Schulamtsleiter Ulrich Schwab-Bachmann schon seit Jahren. „In Erkrath haben Eltern seit 2003 die Möglichkeit, ihr Kind für den Offenen Ganztag anzumelden“, sagt er. „Damals sind wir mit vier Grundschulen gestartet, die Nachfrage ist in jedem Schuljahr gestiegen.“

Seit 2005 bietet jede Erkrather Grundschule die Nachmittagsbetreuung an. Und jedes Jahr sind neue Gruppen dazugekommen, so der Schulamtsleiter. 50 Prozent der Erkather Grundschüler seien im Offenen Ganztag angemeldet.

Im Sozialausschuss war zuletzt wieder eine neue Ganztagsgruppe in der Sechseckschule beantragt und einstimmig genehmigt worden. Zunächst war der Antrag unter dem Vorbehalt auf finanzielle Unterstützung durch das Land gestellt worden. Der ist aber mittlerweile weggefallen. „Die Gruppe kommt also auf jeden Fall im nächsten Schuljahr und wird zur Not von der Stadt finanziert. Damit haben die Eltern jetzt auch mehr Planungssicherheit“, sagt Schwab-Bachmann.

An der Sechseckschule ist man ebenfalls erleichtert. Zwei Drittel aller Erstklässler seien hier Ganztagskinder, sagt Birgitta Wilk, langjährige Leiterin des Offenen Ganztags: „Mit den dreieinhalb Gruppen, die wir aktuell haben, waren wir logistisch schon am Limit. Jetzt können wir in die Rhythmisierung gehen, was für die Kinder sehr sinnvoll ist.“

Es wird künftig eine Klasse gebildet, in der ausschließlich Ganztagskinder sind. „Bisher war vormittags Unterricht, nachmittags gingen die einen Kinder nach Hause und die anderen in die Nachmittagsbetreuung“, sagt die Erzieherin. „Jetzt kann man den Stundenplan etwas entzerren, vormittags Ruhephasen einplanen und Fächer wie Sport, Kunst oder Musik auf den Nachmittag legen.“

Auch raumplanerisch sei eine Rhythmisierung von Vorteil. „Für eine weitere Gruppe hätten wir auch von den Räumlichkeiten keinen Platz mehr“, sagt Wilk. „Wenn nun eine komplette Klasse im Ganztag ist, kann der Klassenraum so umgestaltet werden, dass auch dort Ruhephasen gehalten werden können und Freizeit stattfinden kann“, sagt Schwab-Bachmann. „Es gibt dann zwar immer noch Ausweichräume oder die Sporthalle, aber die Kinder sind in erster Linie auf ihren Klassenraum fixiert.“

Nach den Sommerferien wird die Sechseckschule also mit einer Klasse in die sogenannte Rhythmisierung starten. „Wir orientieren uns am Konzept der Grundschule Millrath. Da wird das Prinzip schon seit 2011 erfolgreich praktiziert“, sagt Schwab-Bachmann.