Schüler und Lehrer werden zu Stars

Schüler und Lehrer werden zu Stars

Das Gymnasium am Neandertal feierte sein Jubiläum mit einem Konzertabend vor vollem Haus.

Erkrath. Im Saal flackern Handy-lichter auf. Das Publikum klatscht und pfeift. Manche stampfen mit den Füßen im Takt, viele sind längst aufgesprungen. Beste Partystimmung in der Stadthalle. Schließlich gibt es etwas zu feiern: Das Gymnasium am Neandertal wird 50. Und würdigt das mit einem Konzert, das von den Fünftklässlern bis zu den Ältesten alle mit einbezieht.

Den Anfang machen die Jüngsten: Die Fünftklässler mit Schwerpunktfach Musik zeigen, was sie zum Thema „Musical“ erarbeitet haben. Als Piraten machen sie die Bühne unsicher. Später spielen die beiden Schülerbands des Gymnasiums Songs aus dem Pop- und Rockbereich: Die Fünft- bis Siebtklässler spielen „What makes you beautiful“ — die Single, die die britische Boyband One Direction auf einen Schlag berühmt machte. Die Band der Acht- bis Zehntklässler hatte sich für Songs von Twentyone Pilots und den Punkrockern Green Day entschieden.

Der Musikkurs der Q 1 (elfte Klasse) hatte sich andere berühmte Künstler zum Vorbild genommen: Die Rhythmus-Band Stomp, die seit 1991 Percussion-Musik mit Alltagsgegenständen macht. Die Jugendlichen spielen einen ganzen Schultag nach und nutzen dabei Besen, Bücher, Stühle und Stifte, um Rhythmen zu erzeugen. Viel weniger analog ist die Musik von Jonas und Tom. Die Zehntklässler verwandeln die Stadthalle mit ihrem DJ-Set in einen Club. Die beiden mischen „New Rules“ von Dua Lipa mit „Never gonna give you up“ von Rick Astley und liefern dazu gleich eine ganze Bühnenshow. Die Lichttechnik kommt von ihrem Mitschüler Richard. Gefühlvoll wird es dann beim Auftritt von Maxine Tews. Die Elftklässlerin singt Balladen von Bruno Mars und Adele.

Gemessen am Applaus dürfte aber die „Band ohne Namen“ ein Highlight gewesen sein. Die siebenköpfige Schulleiter- und Lehrerband hatte ihre Premiere ebenfalls bei einer Abifeier: 2016 spielten sie dort für die Abiturienten.

Seitdem haben sie für das Schuljubiläum eine musikalische Zeitreise von 1968 bis heute erarbeitet. Hits wie „Back in the USSR“, „Englishman in New York“ und „Tage wie diese” führen durch die vergangenen 50 Jahre. Neben der Bühne gab die Ausstellung „Erinnerungsarbeit“ einen Einblick in Meilensteine der Schule: Die erste Unterrichtsstunde in den neuen fünften Klassen im Jahr 1968, der Umzug von der Realschule an der Karlstraße zum Neubau in der Heinrichstraße 1970, die Umbenennung in „Gymnasium am Neandertal“ 1987. Auch Projekte und Veranstaltungen fanden ihren Platz. Unvergessen etwa das große Konzert von „Fettes Brot“, das der Abiturjahrgang 2007 im „Schulduell“ des Radiosenders Einslive gewonnen hatte.

Mehr von Westdeutsche Zeitung