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Safe geknackt: Einbrecher mögen’s ruhig

Safe geknackt: Einbrecher mögen’s ruhig

Zum zweiten Mal hatten es die Täter auf eine Firma an der Max-Planck-Straße abgesehen. Nach Meinung der Polizei wissen sie, dort wenig Aufmerksamkeit zu erwecken.

Unterfeldhaus. Eigentlich lohnen sich Einbrüche in die Räume der Firma Rheinisch-Bergische Mineralbrunnen an der Max-Planck-Straße in Unterfeldhaus nicht. „Wir bringen unsere Einnahmen jeden Freitag zu Bank“, sagt Betriebsleiter Reinhard Mohn. Dass das Unternehmen jetzt trotzdem zum zweiten Mal zum Ziel von Einbrechern wurde, „müssen wir hinnehmen“. Einen privaten Wachdienst will Mohn nicht engagieren.

„Wenn die irgendwo reinwollen, dann schaffen sie das auch“, sagt Mohn, der beklagt, dass der Sachschaden durch die Einbrüche höher sei als der Wert der Beute. „Wir halten immer etwas Wechselgeld vor, weil einige der Kunden bar bezahlen“, sagt Mohn. Das komme nicht oft vor, aber eben hin und wieder. Viel Geld sei das nicht.

In der Nacht zu Montag kamen die Einbrecher, brachen erst die Eingangstür des Firmengebäudes gewaltsam auf, dann weitere Türen und einen Getränkeautomaten, um an Bargeld zu kommen. Einen Safe knackten die Einbrecher ebenfalls. „Wir brauchen eine neue Scheibe, neue Türrahmen und natürlich auch einen neuen Safe“, zählt Mohn.

Er vermutet, dass die Täter, die vor einer Woche schon einmal in das Firmengebäude eingedrungen waren und verschiedene Räume durchsucht hatten, am Sonntag wiedergekommen sind. „Erst haben die sich umgesehen, jetzt haben sie das richtige Werkzeug mitgebracht“, sagt er.

Eine Vermutung, die die Kripobeamten teilen. „Wir sehen da durchaus einen Zusammenhang“, sagt Polizeisprecher Frank Sobotta. „Die Täter haben den Safe wahrscheinlich schon in der vergangenen Woche entdeckt.“ Spuren, die zu den Einbrechern führen, hat die Polizei bislang nicht. „Es dauert auch immer eine Weile, bis wir alles ausgewertet haben“, sagt Sobotta.

Dass in Firmengebäude in dem Gewerbegebiet rund um die Max-Planck-Straße immer wieder eingebrochen wird, liegt laut Sobotta nicht nur an der Nähe zur Autobahn. „Da wohnt ja keiner“, sagt Sobotta. „Das lockt immer wieder Straftäter an.“

Aber auch der Neuenhausplatz sei ein beliebtes Ziel für Diebe. Immer wieder würden von dort Einbrüche gemeldet. Der jüngste ereignete sich ebenfalls in der Nacht zu Montag. Mit einem Gullydeckel hatte ein Mann das Schaufenster eines Elektro- und Computerfachgeschäftes eingeworfen. Aus der Auslage stahl er laut Polizei mindestens drei Laptops.

Anwohner, die vom Geräusch der zersplitternden Glasscheibe geweckt worden waren und die Polizei riefen, beschreiben den Täter wie folgt: 18 bis 20 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, kurzes Haar, dunkle Bekleidung. Er rannte in Richtung Gerhart-Hauptmann-Straße davon.

“ Hinweise an die Polizei, Telefon 02104/ 982-6450.